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Alleingang für Begräbniswald

WGSR auch dafür Alleingang für Begräbniswald

Dass die Samtgemeinde Rodenberg einen Friedhof im Wald bekommt, wird immer wahrscheinlicher. Nach SPD und Grünen hat sich nun auch die Wählergemeinschaft (WGSR) für eine solche Begräbnisstätte ausgesprochen. Allerdings will die Gruppe zwingend einen kommunalen Friedhof auf den Weg bringen.

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Begräbnisse an Bäumen sollen in der Samtgemeinde bald möglich sein.

Quelle: dpa

Samtgemeinde Rodenberg. Die WGSR begründet ihren Vorstoß wie auch SPD und Grüne mit den Veränderungen auf dem Bestattungssektor, wo Ruheplätze in Wäldern immer häufiger bevorzugt werden. Hinzu komme, dass ältere Menschen benachteiligt wären, wenn sie die Gräber von Angehörigen nur in weit entfernten Begräbniswäldern besuchen können.

Der WGSR ist daran gelegen, dass die Begräbnisstätte kommunal betrieben wird. Ein Ruheforst oder Friedwald würde die Samtgemeinde hingegen mehr Geld als ein kommunaler Begräbniswald kosten. So hatte auch die SPD ihren Vorstoß gemeint, wie Hans-Dieter Brand auf Nachfrage erklärte. Dies sei nur nicht so explizit formuliert worden.

Bei der Friedwald und der Ruheforst GmbH handelt es sich um Wirtschaftsunternehmen. Friedwald brachte die Idee, Menschen in Wäldern zu bestatten, aus der Schweiz nach Deutschland. Ruheforst wurde wenig später gegründet. Beides sind geschützte Begriffe, und beide Unternehmen haben eigene Konzepte.

„Die Samtgemeinde könnte private Dritte mit der Errichtung und dem Betrieb des Bestattungswaldes beauftragen. Das dementsprechende Unternehmen würde dazu mit der Samtgemeinde einen öffentlich-rechtlichen Vertrag schließen“, schreibt nun die WGSR. Und dies würde bedeuten, dass die Kommune höhere Kosten zu tragen hat. Im Insolvenzfall des Unternehmens gäbe es keine Absicherung.

Ruheforst unterhält einen Waldfriedhof in Bückeburg. Allerdings ist das Unternehmen dort keineswegs Betreiber. Dies sind immer entweder Kommunen oder andere Waldbesitzer. Kommt eine Gemeinde auf das Unternehmen zu, um einen Ruheforst einzurichten, werde ein Vertrag ausgehandelt. Einzelheiten zu Lizenzrechten und Beratungsleistungen sind darin festzulegen, wie Matthias Budde, Assistent der Geschäftsleitung bei Ruheforst, erläutert.

Eine Kommune könne ein solches Projekt auch allein schultern, Budde gibt aber zu bedenken, dass es möglicherweise wenig Sinn macht, einen Waldfriedhof nur für Einwohner der eigenen Gemeinde zu gründen. Es gehe darum, dass auch Menschen aus der näheren Umgebung auf die Begräbnisstätte aufmerksam werden – dabei sei ein bekannter Begriff wie Ruheforst hilfreich. Die Firma mit Sitz am hessischen Odenwald ist außer in Bückeburg auch noch in Wennigsen Partner eines Ruheforstbetriebs. Budde sagt, dass sein Unternehmen abwarte, ob Rodenberg Kontakt aufnimmt.

Die WGSR hat noch eine andere Idee in dem Zusammenhang: Baumgrabruhestätten soll es auf all jenen Friedhöfen geben, die entsprechenden Bewuchs aufweisen. Eine solche Alternative bietet beispielsweise die Stadt Obernkirchen an. gus

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