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Samtgemeinde Rodenberg An der Kreisgrenze soll nicht Schluss sein
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg An der Kreisgrenze soll nicht Schluss sein
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00:16 28.09.2013
Von Rodenberg aus sollen mehr Busse fahren, allerdings nach Bad Münder und Hameln. Quelle: gus
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Samtgemeinde Rodenberg

Günther Wehrhahn, Leiter des Fachbereichs Innere Verwaltung im Rodenberger Rathaus, äußerte sein Unverständnis angesichts der Tatsache, dass es keinen Öffentlichen Personennahverkehr über die Kreisgrenze hinaus in Richtung Hameln gibt. Die wechselnde Zuständigkeit wollte er als Grund für die abbrechenden Verbindungen nicht gelten lassen. Es lebten zahlreiche Schüler der KGS Bad Münder in der Samtgemeinde Rodenberg, die keinen öffentlichen Bus benutzen können, um dorthin zu gelangen.

 Früher gab es sogar einen Zug nach Bad Münder, fügte ein Ausschussmitglied schmunzelnd hinzu. Der Hinweis auf die Süntelbahn, deren Reaktivierung trotz einer neuen Schienen-Agenda der Landesregierung momentan kein Thema ist, kommt nicht von ungefähr: Bis zur Kreisreform (1974 bis 1977) hatte ein Teil der Samtgemeinde zum Kreis Springe gehört. Nicht nur deshalb orientieren sich noch immer zahlreiche Menschen nach Bad Münder und Springe, und auch Hameln erhält als Einkaufstadt oft den Vorzug vor Hannover.

 Die Kooperative Gesamtschule (KGS) ist die einzige ihrer Art in der Region, grenzt sich auch zu den Schaumburger Integrativen Gesamtschulen ab, die zudem restlos „ausgebucht“ sind. An dem Beispiel offenbart sich die abschottende Wirkung der Kreisgrenze als besonders störend.

 Der einzige Bus, der aus der Samtgemeinde Rodenberg hinaus überhaupt gen Hameln-Pyrmont fährt (GVH-Linie 542), endet – zweimal täglich – in Eimbeckhausen. Öffentlich transportiert gelangen Einwohner der Samtgemeinde außerdem per Anrufauto nach Bad Münder und Hameln sowie – umständlich – per Zug über Bad Nenndorf und Weetzen nach Springe, Bad Münder und Hameln.

 Der Pressesprecher des Landkreises Schaumburg, Klaus Heimann, wies auf Anfrage dieser Zeitung darauf hin, dass die Linie nach Hameln in 2004 mangels Interesses gestrichen worden war. Zwar könnten neue Wünsche und Umstände abgewogen werden, doch unterm Strich seien die Finanzen das Problem. Sollte sich der Betrieb einer Linie gen Hameln für ein Beförderungsunternehmen nicht lohnen, müsste der Kreis Geld zuschießen. Und der Spielraum sei eng. Das Thema Schülerbeförderung sei auch außerhalb des ÖPNV-Plans zu klären.

 Der Wunsch der Mitgliedsgemeinden nach einer Busverbindung in Richtung Bad Münder und Hameln wurde vom Ausschuss an die Adresse des Landkreises geschickt, damit dieser im Nahverkehrsplan berücksichtigt wird. Außerdem wurden bessere Verbindungen nach Stadthagen und zum Klinikum Schaumburg gefordert. gus

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