Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Zeigt her, eure Schlösser

Ausschuss will Tourismuskonzept Zeigt her, eure Schlösser

Kann die Samtgemeinde Rodenberg deutlich mehr Touristen anziehen als bislang? Und wenn ja, wie groß ist das Potenzial? Diese Fragen sind in den vergangenen Jahren häufig erörtert worden – zuletzt befasste sich der Ausschuss für Wirtschaft und Fremdenverkehr mit dem Thema.

Voriger Artikel
Streit landet im TV
Nächster Artikel
Senioren fordern bessere Verkehrsanbindung

Samtgemeinde Rodenberg. Ziel war es, ein Tourismuskonzept auf den Weg zu bringen.

So oft darüber schon gesprochen wurde, so vage blieben die Ergebnisse. Denn was die Samtgemeinde zu bieten hat, ist hinlänglich bekannt. In der Rubrik Tourismus werden auf www.rodenberg.de 14 Punkte aufgelistet, darunter Schlösser, Museen und Wanderrouten, wobei Lauenau mit seinen Attraktionen sogar eine eigene Rubrik bildet. Mehrere touristische Radrouten führen durch die Samtgemeinde, beispielsweise der Deisterkreisel und die Mühlenroute der Schaumburger Landschaft.

Doch Politiker, speziell bei den Grünen, fordern mehr. So hatte der Lauenauer Karsten Dohmeyer die Ausweisung einer Radtour vorgeschlagen, die zu den vielen Burgen und ehemaligen Burgstandorten führt. Auch ein Autobahnschild, das auf die Samtgemeinde hinweist, wollen die Grünen. Beide Projekte pries Dohmeyer im Fremdenverkehrsausschuss erneut an und verwies auf die beachtliche Dichte an aktuellen und ehemaligen Herrensitzen zwischen den Orten Hülsede und Rodenberg.

Der Hülseder Ratsherr Michael Ensslen hatte zudem angeregt, dass die Ziegelei in Messenkamp und eine ehemalige Fabrik in Schmarrie in die Industrie-Themenradtour der Schaumburger Landschaft einbezogen wird. Und auch der Vorstoß des Rodenberger Grünen Rudolf Zerries, die Samtgemeinde in das Projekt „Tal der Süntelbuchen“ zu integrieren, zielte in Richtung Tourismusförderung.

Im Ausschuss sah Zerries weiterhin „viel Luft nach oben“ beim Tourismus. Denn die Attraktionen, die zweifelsfrei vorhanden sind, genügen offenbar nicht. Die Übernachtungszahlen seien ernüchternd, denn es gebe kaum Gastronomie mit Betten in der Samtgemeinde.

Speziell die Zahl der Tagesgäste könnte aber erhöht werden, indem in einer übersichtlichen Broschüre auf die Attraktionen und Vorzüge der Samtgemeinde hingewiesen wird, so Zerries. Dohmeyer beantragte eine einheitliche Beschilderung wichtiger Gebäude, um Besuchern den Weg dorthin zu weisen. Karl-Minne Braaksma (SPD) wies darauf hin, dass auch dies bereits beantragt worden war – ohne Ergebnis. Braaksma fand Dohmeyers Vorstoß aber ebenso gut wie sein Fraktionskollege Uwe Budde. „Das wäre eine spannende Geschichte“, sagte der Feggendorfer.

 Börries von Hammerstein (CDU) plädierte zudem für mehr Werbung im Internet und bessere Fotos, um auf die hiesigen Attraktionen hinzuweisen. Zerries warb für einen Wohnmobilstellplatz, der zusätzliche Gäste anzöge. Die Stadt Rodenberg hat derzeit einen möglichen Investor dafür an der Angel.

 Am Ende einer umfangreichen Debatte über Wohl und Weh der Tourismusförderung stellte Budde für Dohmeyer den Antrag, 40000 Euro in den Haushaltsplan einzustellen, um damit ein Tourismuskonzept voranzutreiben. Dies befürwortete der Ausschuss.  gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr