Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Behörde darf Sahne nicht mit Bier vertauschen

Rodenberg / Straßenbau Behörde darf Sahne nicht mit Bier vertauschen

Dass die Bundesstraße 442 im Bereich Rodenberg saniert werden muss, leuchtet so manchem Autofahrer nicht ein. Leser dieser Zeitung wiesen auf eine mögliche erneute Geldverschwendung – ähnlich wie beim Kreiselbau in Lauenau – hin.

Voriger Artikel
Grüne bestehen auf unterirdische Stromkabel
Nächster Artikel
Die Läden genau im Blick

Der Test mit dem Stab zeigt: Was eben aussieht hat bei genauerer Untersuchung tiefe Mulden. gus

Samtgemeinde Rodenberg. . Doch der Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, Markus Brockmann, verteidigt die geplanten Arbeiten: Die Straße weise bereits tiefe Rillen auf.

Brockmann räumt ein, dass die Fahrbahn aus dem Auto heraus betrachtet noch ordentlich wirkt. Aber Experten der Landesbehörde hätten die Straße untersucht und zwei bis drei Zentimeter tiefe Spurrillen festgestellt. Daher herrsche Handlungsbedarf. Denn bei Nässe staue sich das Wasser in den Vertiefungen, was zu Rutschgefahr führe. Noch schlimmer könnten sich die Rillen bei Eis auswirken.

Zudem sei die B 442 im Bereich der Rodenberger Ortsumgehung auch altersbedingt reif für eine Sanierung. Etwa 15 Jahre muss eine Fahrbahndecke halten, die der Ortsumgehung ist aber bereits rund 20 Jahre in Gebrauch. Die Kosten der Sanierung betragen 600.000 Euro.

Doch nicht nur der subjektiv gute Zustand der Straße lässt Beobachter stutzen. Vor allem der Vergleich mit dem Erscheinungsbild anderer Wege wirft Zweifel an der Notwendigkeit der Sanierung auf. Eine Leserin aus Reinsdorf regte an, dass die Landesbehörde beispielsweise die Landesstraße 444 bei Soldorf und Groß Hegesdorf saniert.

Brockmann zeigt Verständnis für solche Gedanken, ihm seien aber die Hände gebunden. Das Geld für die Bundesstraßen stamme vom Bund, das für die Landesstraßen vom Land. Geld aus einem Topf in den anderen abzuzweigen, sei nicht erlaubt. „Da würden wir eins auf den Deckel bekommen“, betont er. Das wäre, als schicke eine Hausfrau ihren Mann zum Sahnekaufen, und der komme mit Bier zurück.

Grundsätzlich gebe der Bund mehr Geld für seine Straßen aus, an oberster Stelle stünden die Autobahnen. Es sei aber politischer Wille, dass auch die Bundesstraßen auf hohem Niveau in gutem Zustand sind. Die Landesbehörde habe die Auftragsverwaltung vom Bund für dessen Straßen inne, doch ein Mitspracherecht der Landesbeamten gibt es deshalb noch lange nicht. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg