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Beirat will um Hospiz kämpfen

Samtgemeinde Rodenberg Beirat will um Hospiz kämpfen

Der Seniorenbeirat der Samtgemeinde Rodenberg will sich nicht damit abfinden, dass es kein Hospiz in direkter Nähe geben soll. Denn die Vorzeichen sind nicht günstig, wie eine Sitzung einer Fachgruppe zu dem Thema ergeben hat. Dennoch soll ein erster Schritt zu einem Hospiz getan werden.

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SAMTGEMEINDE RODENBERG. Solche Einrichtungen gebe es in Bad Münder, Bad Pyrmont und Hannover. In Bückeburg soll ein weiteres Hospiz mit acht Plätzen geschaffen werden. Daher ist der Bedarf im Raum Schaumburg gedeckt – so gab Beiratsvorsitzender Willi Gerland die Aussagen Gudrun Pranges, die bis vor kurzem eine örtliche Hospizgruppe geleitet hatte, wieder.
Ein Hospiz in Rodenberg wäre demnach finanziell nicht tragbar. Wilfried Engelhardt sah dies zwar ein, fand es aber ausgesprochen unschön, wenn ältere Menschen weite Fahrstrecken in Kauf nehmen müssen, wenn sie sterbende Angehörige besuchen müssen. Es bringe den Beirat aber nicht weiter, dieses Thema unter den gegebenen Umständen weiter zu diskutieren, fand Gerland. Wichtiger ist es ihm zufolge, dass Menschen sich früh genug mit Aspekten wie Palliativmedizin und Hospizpflege auseinandersetzen, um entsprechend gerüstet zu sein.

Gesetzliche Vorgaben eindeutig

Die gesetzlichen Vorgaben zur Finanzierung von Hospizen seien eindeutig und nicht verhandelbar. Doch Friedrich Hecht unterstützte Engelhardt. Er mochte die Sachlage nicht ohne Protest akzeptieren. Die Forderung nach einem Hospiz für die Samtgemeinde Rodenberg müsse zur Not an andere Stellen, beispielsweise den Landkreis, herangetragen werden.
Friedhelm Springinsguth hielt es wie Gerland für illusorisch, dass ein Hospiz in der unmittelbaren Nähe gebaut wird. Selbstredend könne der Beirat aber einen Antrag an den Landkreis schicken, aus dem der Wunsch nach einer solchen Einrichtung hervorgeht. Engelhardt bezeichnete dies als eine gute Idee, um für die Sache zu streiten.

Strategie überlegen

Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla lobte die Bereitschaft des Beirats, dieses Thema kontrovers zu diskutieren. Er war aber unsicher, ob der Landkreis der sinnvollste Adressat eines solchen Vorstoßes ist. Die Verwaltung wolle sich eine Strategie überlegen und das Unterfangen unterstützen. Wenn es erst in zehn Jahren gelingen sollte, ein Hospiz zu bauen, werde eben jetzt der erste Schritt in diese Richtung unternommen.
Dass sich letztlich ein Betreiber für eine solche Einrichtung findet, ist aus Sicht Wolfgang Marhenkes noch aus anderen Gründen offen. Er kenne ein Pflegeheim, dass eine ganze Station leer stehen lässt, weil es nicht genügend Fachkräfte gibt. Helmut Hübner gab darüber hinaus zu bedenken, dass es auch im Klinikum Minden eine Palliativstation gibt, wo ein Rodenberger jüngst bis zum Tod gepflegt worden sei. gus

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