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Breitbandausbau stockt

Samtgemeinde Rodenberg Breitbandausbau stockt

Das Thema Internetversorgung wird in der Samtgemeinde Rodenberg weiterhin viel diskutiert. Dem Grünen-Ratsherrn Karsten Dohmeyer dauert die Verbesserung der Lauenauer Breitband-Situation zu lange.

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Kein Automatismus: Die Versorgung von Baugebieten wie der Leimkaute ist für die Telekom keine Pflicht.

Quelle: gus

Rodenberg/Lauenau. Gemeindedirektor Sven Janisch sieht das gelassener und weist auf ein anderes Problem hin: Die Telekom bindet Neubaugebiete nicht automatisch an die schnelle Datenautobahn an.

Dohmeyer ärgert es, dass im Mai ein politischer Beschluss gefasst worden war, die Internetversorgung Lauenaus mit allen seinen Gemeindeteilen - also inklusive kleiner Siedlungen wie Gut Lübbersen - zu verbessern. Dabei soll der Flecken auf eigene Faust tätig werden und nötigenfalls auch selbst Geld in die Hand nehmen. Passiert ist seither nichts, weil zunächst eine Interessenbekundungsverfahren des Landkreises abzuwarten war.

Dieses lief nach Angaben Janischs bis Ende August. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor, doch sobald sie eintreffen, werden sie ausgewertet, betont der Gemeindedirektor. Dohmeyer genügt dies nicht als Begründung für den Stillstand, denn die Gemeinde hätte zumindest schon Ausschau nach Fördertöpfen für die Breitbandversorgung auf dem Lande halten können. Doch dies hält Janisch für verkehrt. Ehe die Ergebnisse des Interessenbekundungsverfahrens vorliegen, mache es keinen Sinn, nach Fördergeld zu suchen.

Denn das Verfahren diene dazu, bereits bestehende Ausbaupläne von Internetanbietern abzuklopfen. Möglicherweise ergeben sich dann Synergieeffekte oder ein Anbieter erledigt den Ausbau selbst. Im zeitlichen Ablauf habe es keine Verzögerung gegeben, denn mit dem Internetausbau Lauenaus sei ohnehin erst im Frühjahr 2016 zu rechnen gewesen.

Janisch hat auch nicht nur den Flecken im Blick. Apelern stelle zweifelsohne das größte Internet-Problem der Samtgemeinde Rodenberg dar. Doch auch die Versorgung der neuen Baugebiete - und diese entstehen in der Samtgemeinde in schöner Regelmäßigkeit - mit schnellen Internetleitungen ist kein Selbstläufer. Die Deutsche Telekom weigert sich, mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen Telefonleitungen zu verlegen.

In manchen Fällen gelingt es den Kommunen, mit dem Netzbetreiber eine Breitband-Versorgung auszuhandeln, doch nur, wenn der Ausbau als wirtschaftlich eingestuft wird. In der Rodenberger Leimkaute klappte das zum Beispiel nicht, eine öffentliche Ausschreibung war nötig. Und auch für das geplante Baugebiet Steinriesen II erwartet Janisch dieselben Probleme.

Zu Recht, wie eine Anfrage bei der Telekom ergab. „Ein Ausbau der Neubaugebiete per se mit schnellem Internet ist wirtschaftlich nicht plan- und machbar. Wir prüfen dafür jedes Neubaugebiet sehr genau“, schreibt der Netzbetreiber. In der Regel würden Aufträge zur Internetversorgung neuer Wohngebiete ausgeschrieben. Die Telekom beteilige sich dann an den zugehörigen Verfahren. gus

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