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CDU Rodenberg: Streit eskaliert

Warum ging André Hoffmann wirklich? CDU Rodenberg: Streit eskaliert

Ende vergangenen Jahres hat André Hoffmann den Vorsitz des CDU-Amtsverbandes Rodenberg niedergelegt. Aus privaten Gründen, wie es damals hieß.

Samtgemeinde Rodenberg. Der Algesdorfer führte seine Mehrfachbelastung durch Beruf und Politik ins Feld und kündigte an, wieder mehr Zeit für seine Familie haben zu wollen. Inzwischen erscheint sein Rücktritt in einem anderen Licht. Tatsächlicher Grund dafür war offenbar ein handfester Streit unter Parteifreunden.

Das zumindest legen neue Recherchen der Schaumburger Nachrichten nahe. In einem anonymen Brief, der dieser Zeitung zugegangen ist, werden nicht unerhebliche Vorwürfe gegen Hoffmann erhoben. Unter anderem heißt es, habe dieser ein Sitzungsprotokoll gefälscht, um daraus persönlichen Nutzen für die Listenaufstellung zur Kommunalwahl im Herbst zu ziehen. Daraufhin habe er sich auf Druck der Ortsverbandsvorsitzenden und des Amtsverbandes Rodenberg von seinen Vorstandsämtern zurückgezogen.

Auch eine weitere Quelle, ein Parteimitglied, das namentlich nicht genannt werden möchte, bestätigt, dass Hoffmann seine Ämter nicht nur aus Rücksicht auf seine Familie abgegeben habe, sondern dass wohl Unstimmigkeiten bezüglich einer Sitzungsniederschrift aufgetaucht waren.

Über seinen Anwalt Ralf Jordan ließ der Christdemokrat den SN gestern eine Erklärung zukommen. Darin wird eingeräumt, dass Hoffmann zurückgetreten sei, da es aus seiner Sicht „keine vernünftige Zusammenarbeit im Vorstand mehr gab, weil Streit über Entwurfsänderungen eines Protokolls nicht auszuräumen war“. Nähere Ausführungen über die Vorgänge, die sich Ende vergangenen Jahres abgespielt haben, sind in der Erklärung nicht zu finden.

Anwalt Ralf Jordan droht mit Konsequenzen

Allerdings droht Hoffmanns Anwalt dem Verfasser des anonymen Schreibens mit rechtlichen Konsequenzen, sollte dieser ermittelt werden. Ein Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft Bückeburg sei in Vorbereitung. Weiterhin weist Hoffmanns Anwalt darauf hin, dass der Urheber des Briefes, sollte er CDU-Mitglied sein, auch mit einem Parteiausschlussverfahren zu rechnen habe, „da eine solche Vorgehensweise ganz klar parteischädigend ist“.

Im Gegensatz zu Hoffmann hält sich die Spitze der Rodenberger CDU bedeckt und will die Vorwürfe weder bestätigen noch dementieren. Sowohl Erhard Steege, Ortsverbandvorsitzender der Stadt-CDU, als auch Patricia Kasper, die Nachfolgerin Hoffmanns, wollten sich auf Anfrage nicht zu dem Thema äußern. Auch der Fraktionssprecher der CDU im Samtgemeinderat, Udo Meyer, wollte auf Anfrage keine Stellung beziehen und verwies lediglich auf die Tatsache, dass man untereinander Vertraulichkeit in der Sache vereinbart habe.

Ob Hoffmann bei den Kommunalwahlen auf Ortsrat- oder Samtgemeinde-Ebene antritt, wollte sein Anwalt nicht sagen. „Das hängt von verschiedenen Dingen ab“, so Jordan. Fest stehe allerdings, dass sich Hoffmann um einen Listenplatz für die Kreistagswahl bewerben werde.

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