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Dicke Bretter zu bohren

Sanierungen Dicke Bretter zu bohren

Die Debatte um den Finanzausgleich für die kleinen Gemeinden ist das bestimmende Thema in der Lokalpolitik der Samtgemeinde Rodenberg. Doch im Jahr 2017 dürften vor allem Projekte der beiden größten Gemeinden Rodenberg und Lauenau in den Fokus rücken: Immobilien, Grover Straße und Kinderbetreuung.

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Das Hotel Stockholm steht auf der Sanierungsliste in Rodenberg.

Quelle: gus

Samtgemeinde Rodenberg. Einerseits, weil das Thema Finanzausgleich wohl erst Ende 2017 wirklich konkret wird, andererseits, weil in den beiden größten Orten große Veränderungen bevorstehen.

Vor allem muss geklärt werden, welches Sanierungsprojekt die Stadt Rodenberg zuerst anschieben soll: Das Wäschehaus oder das Hotel Stockholm? Beide werden Millionen kosten. Nach Ansicht von Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla muss der Rat entscheiden, welches die oberste Priorität hat.

Doch er sieht eine gewisse logische Tendenz. Das Wäschehaus sei nach Einschätzung des Baufachbereichs ein klassisches Förderprojekt, weshalb sich die Realisierung nach der Verfügbarkeit der Zuschüsse richten sollte. Beim Stockholm könnte Hudalla zufolge eine Rolle spielen, dass der Markenname nicht durch langen Stillstand vergilben sollte. Zudem werde über dieses Thema in der Bevölkerung mehr diskutiert, was einen höheren Bedarf signalisiert. Hudalla glaubt, dass das Sanierungskonzept im ersten Quartal des neuen Jahres in den Gremien thematisiert wird.

Sanierung der Grover Straße

Ein weiteres Rodenberger Projekt für 2017 ist die Sanierung der Grover Straße. Zumindest ein Teil davon soll bereits umgesetzt werden. Aus der Politik war stets das Signal gekommen, dass der Bereich am Kindergarten zuerst an die Reihe kommt.

In Lauenau steht das Stadtentwicklungskonzept ganz oben auf der Liste. Dazu soll Anfang des Jahres eine weitere Veranstaltung folgen. In 2016 hatten bereits mehrere Beteiligte in Arbeitsgruppen ihre Wünsche zur weiteren Umgestaltung des Ortskerns zusammengetragen.

Wichtig ist der Verwaltung zudem die Immobilie Regenberg-Haus. Dafür müsse ein Nutzungskonzept auf den Weg gebracht werden. Seit Ende 2015 steht das Gebäude weitgehend leer. Nur eine Glücksspielbetrieb ist dort noch ansässig, weil für diesen noch keine neue Bleibe gefunden werden konnte. Hudalla ist zuversichtlich, dass dies bald gelingt.

Dem von der Politik gewünschten Waldfriedhof steht der Verwaltungschef wohlwollend gegenüber, hegt aber auch Skepsis. Schließlich bilde solch ein Areal Konkurrenz zu den übrigen Friedhöfen, die die Samtgemeinde aber weiterhin allesamt noch unterhalten muss. Gäbe die Kommune den Friedwald in die Hände eines externen Betreibers, bliebe im Insolvenzfall ein finanzielles Risiko.

Ganztagskrippenplätze mehr nachgefragt

Im Bereich Kinderbetreuung sieht der Samtgemeindebürgermeister einen Ausbaubedarf der Krippenplätze. „Gerade Ganztagskrippenplätze werden mehr nachgefragt“, so Hudalla. Geplant sei, in bestimmten Kitas neue Gruppen einzurichten. Den Hort sieht Hudalla derzeit gut aufgestellt. Die Ganztagsschule sei bisher keine Option gewesen, wobei er darauf verweist, dass dies die früheren Schulleitungen aus Platzgründen ablehnten. Eine Maßnahme im Schulsektor wird aber 2017 kommen: Die energetische Sanierung der Julius-Rodenberg-Schule. Dort sind derzeit unter anderem Fenster undicht.

Generell wünscht sich Hudalla, dass die Politiker in den Räten etwas mutiger und mit mehr Zuversicht in manche Debatten gehen. Dies falle angesichts der Finanznot gerade in Messenkamp, Hülsede und Pohle schwer, räumt er ein.  gus

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