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Dohmeyer fordert Schuldenabbau

Kommunale Finanzen Dohmeyer fordert Schuldenabbau

Die Vorstellung der Wirtschaftspläne der Abwasserbeseitigung und der Wasserversorgung der Samtgemeinde ist bei einem Großteil der Betriebsausschussmitglieder auf Zustimmung gestoßen. Einzig Karsten Dohmeyer verwehrte den Entwürfen sein positives Votum.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Samtgemeinde Rodenberg. Der Grünen-Politiker mahnte während der Sitzung des Gremiums an, dass in den vergangenen 17 Jahren die Verbindlichkeiten der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung „eine halbe Generation“ lang weitergegeben worden seien. Er forderte die Verwaltung auf, Kredite nur im Notfall aufzunehmen „und nicht nach Belieben“.

Für beide Wirtschaftspläne ist jeweils die Aufnahme eines Darlehens nötig, die allerdings durch Tilgungsleistungen nur für eine Nettoneuverschuldung von 5000 Euro sorgen. Geht es nach den Vorstellungen Dohmeyers, müsste die Verwaltung Mittel und Wege finden, die Verbindlichkeiten zu reduzieren, ohne neue Kredite aufzunehmen.

Investitionen in neue Anlagen-Technik

Sven Jansich, kaufmännischer Betriebsleiter der Eigenbetriebe, gab zu bedenken, „dass die Schulden ja nicht irgendwo herkommen, sondern immer in den Betrieb investiert wurde“. Beispielsweise sei durch neue Baugebiete die Anlagen-Technik entsprechend mitgewachsen. Den exakten Schuldenstand der beiden Bereiche wollte beziehungsweise konnte Janisch nicht exakt angeben. Dohmeyer gab sich damit nur bedingt zufrieden. Er kündigte an, einen Antrag zu stellen, in dem er die Verwaltung auffordert, dem Betriebsausschuss Möglichkeiten aufzuzeigen, die Schulden zu tilgen.

Der Wirtschaftsplan für die Abwasserbeseitigung ist nahezu ausgeglichen. Im Erfolgsplan, eine Art Verlust- und Gewinnrechnung, stehen den Erträgen von 2,33 Millionen Euro Aufwendungen in gleicher Höhe gegenüber. Im Vermögensplan, der etwa Einnahmen und Ausgaben aus Krediten und die Investitionen darstellt, sind dem Finanzbedarf von 1,51 Millionen Euro Deckungsmittel von 1,12 Millionen Euro gegenüber gestellt. Um die Summe auszugleichen, ist die Aufnahme eines Darlehens von 395000 Euro erforderlich. Dank einer Tilgungsleistung von 390000 Euro entspricht die Nettoneuverschuldung 5000 Euro. Unter anderem schlagen die Erneuerung des Pumpwerks in Apelern mit 170000 Euro und die Anschaffung eines Fahrzeugs mit 70000 Euro zu Buche.

1,33 Millionen Euro im Erfolgsplan

Im Bereich der Wasserversorgung ist der Wirtschaftsplan ausgeglichen. 1,33 Millionen Euro sieht der Erfolgsplan sowohl für Erträge als auch Aufwendungen vor. Für den Vermögensplan, der einen Finanzbedarf von 568.000 Euro vorgibt, aber nur Deckungsmittel von 488.000 Euro zur Verfügung hat, muss ebenfalls ein Darlehen aufgenommen werden, welches ganz durch Tilgungen kompensiert werden kann.  js

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