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Edathy will Alternative vorschlagen

Samtgemeinde Rodenberg / Rastplatz Edathy will Alternative vorschlagen

An den Sicherheitsaspekt haben Bund und Land wohl bisher nicht gedacht, als sie die Planungen für neue Rastplätze an der A2 aufnahmen. Das ist jedenfalls der Eindruck von SPD und Verwaltung in der Samtgemeinde Rodenberg. Ihre Sicht der Dinge haben sie mit dem Schaumburger SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy erörtert.

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Einen Anstieg solcher Unfälle wie diesen Lastwagencrash zwischen Bad Nenndorf und Lauenau, der ein Menschenleben kostete, befürchten die Rodenberger. © Archiv

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Auf das Vorhaben, bei Rodenberg einen Rastplatz auf acht Hektar zu bauen, will Rodenberg noch vor einem Planfeststellungsverfahren Einfluss nehmen. Laut Verwaltung sei es möglich, dem Bund dafür Flächen an der Lauenauer Abfahrt zur Verfügung zu stellen.

Die Stellungnahme, die Edathy aus dem Bundesverkehrsministerium mitgebracht hatte, besagt, dass von den fünf geprüften Standorten an der niedersächsischen A2 Rodenberg bisher als geeignetster angesehen werde, berichtete der Bundestagsabgeordnete. Obwohl alle fünf wenn möglich gebaut werden sollen. Kompensationsmaßnahmen für die Versiegelung der Landschaft und gegebenenfalls Lärmschutz ist der Rodenberger SPD aber nicht genug. „Was ist mit der Sicherheit?“, fragte Rodenbergs SPD-Ortsverbandsvorsitzender Hans-Dieter Brand. Dieser hatte zu der Sitzung mit Verwaltung und SPD-Spitzen aus den Kommunen der Samtgemeinde eingeladen.

Auch die Verwaltung vermisst die Einbeziehung der Sicherheitsaspekte. Immerhin war Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann vor einiger Zeit in Berlin vorstellig geworden und hatte dort die hohen Unfallzahlen im hiesigen Streckenabschnitt beklagt, weil er sich auch Unterstützung für die Feuerwehren gewünscht hätte. Heilmann glaubt, dass zusätzliche Auf- und Abfahrten die Unfallgefahr auf der vielbefahrenen Ost-West-Achse noch erhöhen. „Das ist der unfallträchtigste Abschnitt überhaupt“, fügte Brand hinzu.

„Warum nutzt man nicht die bestehenden Abfahrten?“, fragte Heilmann, der zusagte, dass die Verwaltung sich um entsprechende Flächen an der Lauenauer Abfahrt bemühen würde. Die Anschlussstelle habe es ohnehin nötig, demnächst ausgebaut zu werden.

Edathy sagte zu, dem Verkehrsministerium diese Alternative zu unterbreiten und nachzufragen, ob die Unfallzahlen bei der Planung überhaupt berücksichtigt wurden. Auch die Auslastung der bereits bestehenden Rastplätze wolle er sich aufschlüsseln lassen. Denn bei Rodenberg sind jeweils an beiden Seiten der Autobahn Plätze für 50 Lastwagen und 25 Autos geplant, aber keine Versorgung für die Fahrer. Lauenaus Bürgermeister Heinrich Laufmöller glaubt nämlich, dass die Fahrer „hochwertige“ Rastplätze ansteuern, wo sie sich versorgen und duschen können.

Brand hofft, dass Edathy zu diesem frühen Zeitpunkt noch Einflussmöglichkeiten in Berlin wahrnehmen kann. „Das kann man politisch schon vermitteln“, sagte Edathy, nachdem er die Argumente gehört hatte. Bisher ist Rodenberg mit der Kommunikation nicht zufrieden. Laut Heilmann schieben sich Land und Bund den Schwarzen Peter zu, wenn es um die Zuständigkeit geht. Jörg Döpke vom Bauamt wünscht sich zudem mehr Informationen von der planenden Behörde beim Land. Die Bevölkerung rufe im Rathaus an und dieses könne keine Auskünfte über das Vorhaben geben.

1300 Protestunterschriften

Die Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR), die eine Unterschriftenaktion gegen den geplanten Parkplatz gestartet hatte, bemerkt eine „immense“ Resonanz. Rund „1300 Samtgemeindebürger/innen haben bereits ihren Unmut über das geplante Bauvorhaben durch ihre Unterschrift kundgetan“, berichtet WGR-Vorsitzender Ralf Sassmann. Wer noch nicht dazu gekommen sei, habe noch die Möglichkeit, „bis Ende Juli seine Unterschrift mit auf die Protestliste zu setzen“, teilt Sassmann mit. Die Listen liegen zurzeit im Buchladen „Paper&Books“ in Rodenberg aus. Wie Sassmann ankündigt, sollen die Listen zu einem geeigneten Zeitpunkt öffentlich übergeben werden.

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