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Samtgemeinde Rodenberg „Es ist wichtig, dass Private auch was tun“
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg „Es ist wichtig, dass Private auch was tun“
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20:26 26.08.2011

Samtgemeinde Rodenberg (bab). CDU-Landtagsabgeordneter Karsten Heineking hatte bei einer CDU-Versammlung in Auhagen mitgeteilt, dass der Bund die Förderung herunterfährt, wovon die privaten Vorhaben betroffen sein werden (wir berichteten). „Das hat sich schon angekündigt“, sagt der Rodenberger Verwaltungschef wenig überrascht von der Entscheidung.

Rund 20 Prozent des Investitionsvolumens bei den Dorferneuerungen in der Samtgemeinde machten im Schnitt die Privatmaßnahmen aus, ist Heilmanns Erfahrung. Wenn diese wegbrechen, habe das auch negative Folgen auf die regionalen Handwerksbetriebe und somit auf die Wirtschaftskraft in der Samtgemeinde. „Es ist wichtig, dass Private auch etwas tun“, sagt er außerdem mit Blick auf die Entwicklung in den Ortschaften. „Was nützt es, wenn die Kommunen kaputte Straßen sanieren, an denen lauter verfallene Fassaden stehen?“

Die Gemeinde Apelern, die mit Apelern, Lyhren und Reinsdorf im Dorferneuerungsprogramm vertreten ist, wolle künftig auf die Straßenausbaubeiträge der Bürger verzichten. Das sei ein Anfang. Die Ersparnis könnten die Anlieger nutzen, um in die eigenen Immobilien zu investieren. Aber auch weitere finanzielle Unterstützung oder Übertragung von Flächen und Aufgaben kann sich der Samtgemeindebürgermeister vorstellen. „Wir müssen Anreize schaffen.“

Die Gemeinde Hülsede ist zurzeit in der Bewerbungsphase für das Programm und auch für Pohle könne das einmal infrage kommen. „Wir werden weiter Anträge stellen“, kündigt Heilmann an. „Wir können gar nicht anders, wir müssen die Dörfer entwickeln.“

Für die Zukunft der Dorferneuerung und anderer öffentlicher Förderung sieht Heilmann schwarz. „Das wird bitter. Machen wir uns nichts vor, die Programme werden alle kleiner.“ Er sieht „krasse Einschnitte“ auf die Kommunen zukommen. Ein untrügliches Zeichen dafür ist nach Meinung des Bürgermeisters die Nachfrage der Landesfachdienststellen bei den Rathäusern. Diese würden sich zurzeit vermehrt erkundigen, wie viele Projekte sie zu erwarten hätten.