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Feuerwehr im Dauereinsatz

Hochwasser in Rodenberg Feuerwehr im Dauereinsatz

Die Samtgemeinde Rodenberg ist am Dienstag erneut von Hochwasser heimgesucht worden. Bereits in der Nacht zum Dienstag waren in Lauenau, Feggendorf und Rodenberg die Feuerwehren im Einsatz. In Apelern wurde eine Straße gesperrt.

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Um kurz nach Mitternacht rückten die Feuerwehrleute aus, um die einschlägigen Stellen der Aue zu kontrollieren, wobei ein Augenmerk auf der Funktionsfähigkeit der Pumpen lag. Und bereits ab 7.30 Uhr mussten die ersten Keller leer gepumpt werden. In der Innenstadt stieg der Pegel der Aue stetig an – bis knapp unter die Brückenunterkante. Anwohner dokumentierten dies mit Fotos.

Als eine Spaziergängerin mit ihrem Hund zur Mittagszeit über die Dammkuppe im Bereich Sudewiese schritt, stoppte sie kurzerhand ab – die gewohnte Gassi-Strecke fiel flach, weil der Fußweg in Richtung Domäne großflächig überspült war. Leidtragende waren auch die Besitzer der dortigen Laubengärten. Einer von ihnen beklagte gegenüber dieser Zeitung, er könne nun viel reifes Gemüse wegwerfen. Eine Überschwemmung im Hochsommer treffe Hobbygärtner nun mal besonders hart.

Die Rodenberger Feuerwehr verglich die Situation mit dem Mai-Hochwasser von 2013, als es – ebenfalls nach tagelangem Dauerregen – zu Überschwemmungen gekommen war. Eine Prognose, wann der Scheitelpunkt erreicht sein würde, konnte Ortsbrandmeister Thomas Böhm zunächst nicht geben, da es in Bad Münder zu der Zeit stark regnete. Das Wasser fließt vor allem vom Deister und vom Süntel sowie vom Bückeberg in die Aue. Der Bauhof wurde daher gebeten, mehr Sandsäcke zu füllen.

Auch der direkt über Rodenberg fallende Niederschlag spielte eine Rolle. Denn in Teilen der Deisterstadt drückt das Grundwasser ab einem gewissen Stand von unten in die Keller. Diese müssen dann in manchen Fällen leer gepumpt werden.

Über die Mittagszeit entspannte sich die Lage dann, und der Aue-Pegel blieb konstant. Dennoch war die Bedrohung noch nicht vorüber, da die Wetterdienste durchgehende Regenfälle bis zum heutigen Mittwoch vorhersagten.

So schlimm wie beim Hochwasser vor gut vier Jahren wurde es bis zum Abend zwar nicht, dennoch blieb Böhm und seinen Mitstreitern keine andere Wahl, als in Alarmbereitschaft zu bleiben und regelmäßig den Pegel zu checken. Bis Redaktionsschluss war die Lage aber weitgehend unverändert angespannt. Lauenau Feggendorf

In und hatte die Feuerwehr ab 1.30 Uhr ebenfalls alle Hände voll zu tun. Am Mühlenwinkel und am Ahornweg drang Wasser nach Angaben von Ortsbrandmeister Klaus-Werner Volker in Wohnhäuser ein. Ferner wurde die Mühlenaue abgelassen, um den Grundwasserdruck im Flecken zu reduzieren. Die Regenrückhalte-Einrichtungen am Deister hielten dem Wasser allerdings stand. An der Feggendorfer Straße Lachdorf wurden bereits in der Nacht zum Dienstag Sandsäcke verteilt. Außerdem bemühte sich die dortige Feuerwehr mit Unterstützung aus Lauenau darum, die Regenwasserabläufe freizuhalten. Apelern Reinsdorf Lyhren

In wurde die Straße Am Riesbach bereits am Dienstagmorgen gesperrt. Laut Bürgermeister Andreas Kölle drang Wasser durch das Pflaster nach oben, sodass eine Unterspülung vermutet wurde. Ob es tatsächlich zu einem solchen Schaden gekommen ist, solle der Bauhof in den kommenden Tagen prüfen. Über seine Ufer war der Riesbach nur für kurze Zeit getreten. In lief das Wasser an zwei Stellen über die Ortsdurchfahrt. In war die neue Hochwassermessstelle im Einsatz, meldete aber bis zum Abend keine bedrohlichen Pegelstände. Die Feuerwehr musste in der Gemeinde nicht ausrücken. Unproblematisch ist die Gesamtsituation dennoch nicht. „Die Böden sind voll, wenn jetzt noch einmal starker Regen fällt, wird es brenzlig“, sagte Kölle.

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