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Flüchtlings-Ansturm bleibt vorerst aus

Samtgemeinde Rodenberg Flüchtlings-Ansturm bleibt vorerst aus

61 Flüchtlinge waren bis zum Ende vergangener Woche in der Samtgemeinde Rodenberg untergebracht worden. Darüber unterrichtete Verwaltungschef Georg Hudalla den Samtgemeinderat und bestätigte, was der maßgeblich mit der Unterbringung beschäftigte Sven Janisch gegenüber dieser Zeitung bereits vor einigen Wochen gesagt hatte: Der ganz große Ansturm ist für Rodenberg bislang ausgeblieben.

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Quelle: Symbolfoto

Samtgemeinde Rodenberg. Der Landkreis weist die Flüchtlinge der Samtgemeinde zu, die Kommune sucht in dessen Auftrag nach Wohnungen und siedelt die Neubürger dort an. Die Verhandlungen mit potenziellen Vermietern führt Janisch stellvertretend für den Kreis. „Eine richtige Anspannung stellen wir derzeit noch nicht fest“, sagte Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla im Rat.

Bestanden sei „diese Belastungsprobe“ allerdings noch nicht, „auch nicht vorerst“. So Hudalla. Der Zustrom an Flüchtlingen nehme an den Außengrenzen Deutschlands jetzt wohl wegen der kälteren Witterung ab, doch das auf Kreise und später auf die Kommunen zu verteilende Kontingent wachse derzeit an. Dies deckt sich auch mit Angaben des Landkreises in den vergangenen Tagen zum Thema.

Hudalla bleibt aber zuversichtlich: „Die Samtgemeinde Rodenberg ist eine gut organisierte Einheit“, betonte er und wies einerseits auf die bislang erfolgreiche Wohnungssuche und andererseits auf die Einrichtung der Kleiderkammer in Lauenau hin.

Insgesamt rechnet Hudalla mit 250 Flüchtlingen für die Samtgemeinde. Dies entspreche etwa 1,5 Prozent der Gesamteinwohnerzahl und damit dem Schlüssel für alle Gemeinden. Wobei sich die Zahl 250 aus dem Flüchtlingskontingent errechnet, das in 2015 nach Deutschland gekommen ist und noch kommt.

Zuletzt nahm laut Verwaltungschef die Zahl der syrischen und afghanischen Flüchtlinge zu, sagte Hudalla auf Nachfrage aus dem Rat. Zuvor waren es mehr Asylbewerber vom Balkan gewesen. Die Samtgemeinde Rodenberg könnte aber auch weniger Asylbewerber zugewiesen bekommen, wenn die geplanten Heime in Bad Nenndorf voll belegt werden und damit in der Nachbarsamtgemeinde mehr als per Schlüssel zuzuweisende Asylsuchende unterkommen.

Auf Anfrage dieser Zeitung erklärte Erster Kreisrat Klaus Heimann, dass ab Januar mit höheren Zuweisungen auch für die Samtgemeinde Rodenberg zu rechnen ist. Die prognostizierten Zahlen dürften dann erreicht werden. Heimann betonte: „Wir brauchen auf jeden Fall weitere Unterkünfte.“ gus

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