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Friedhof auf dem Trockenen

Kirche beklagt sich Friedhof auf dem Trockenen

Wer auf dem Friedhof in Hülsede das Grab eines geliebten Menschen pflegen möchte, hat es an heißen Sommertagen nicht leicht. Bei niedrigem Grundwasserspiegel sitzt der Friedhof im wahrsten Sinne auf dem Trockenen.

Samtgemeinde Rodenberg. Diese Problematik hat Herbert Meier von der evangelischen Kirche Lauenau nun beim Ausschuss für Friedhofsangelegenheiten angesprochen und um das Erarbeiten einer Lösung gebeten.

Der Grund für die unglückliche Situation liegt darin, dass der Friedhof Hülsede nicht an das Wasserversorgungsnetz der Samtgemeinde angeschlossen ist. Stattdessen bekommen Kirche und Besucher das Wasser aus dem friedhofseigenen Brunnen – was bei hohem Grundwasserspiegel auch gut funktioniert. Im Sommer könne es jedoch vorkommen, erklärte Meier, dass das Wasser in dem etwa zwölf Meter tiefen Brunnen auf drei bis vier Meter absinke. Die Pumpe reiche allerdings nicht so weit hinab.

„Wir bekommen dann regelmäßig verärgerte Anrufe von Besuchern“, berichtete Meier. Die Kirchengemeinde habe deshalb einen Antrag gestellt, den Friedhof ans allgemeine Versorgungsnetz anzuschließen. Telefonisch habe man ihm daraufhin mitgeteilt, „dass sich das wohl nicht verwirklichen lässt“.

Ein Grund sei anscheinend die Tatsache, dass der Friedhof am hintersten Ende der Versorgungsleitung liegen würde. Da das Wasser auf dem Friedhof nur saisonal gebraucht wird, würden sich zu schnell Keime in den Rohren bilden. Ein weiterer Knackpunkt seien die immensen Kosten, die das Verlegen einer neuen Leitung verursachen würde. Auch die Pumpe für den Brunnen entsprechend zu erweitern, sei seines Wissens nach nicht zulässig, sagte Meier.

So wie sich die Situation jetzt darstelle, könne es aber nicht bleiben. Und nachdem der Antrag so formlos abgelehnt worden sei, es aber auch keine Alternativvorschläge gebe, „fühlen wir uns ein bisschen alleingelassen“.

Ausschussmitglied Börries von Hammerstein (CDU) schlug vor, auf jeden Fall zu klären, ob und inwiefern die Samtgemeinde hier in der Pflicht stehe, die Wasserversorgung zu gewährleisten. „Wenn das so ist, dann müssen wir natürlich etwas tun“ – Kosten hin oder her. Günther Wehrhahn, Leiter des Fachbereichs Innere Verwaltung bei der Samtgemeinde, regte außerdem an, zu prüfen, ob es nicht doch eine einfachere Lösung gebe als eine ganz neue Wasserleitung, indem der Zugang zum Brunnen verbessert werde. kle

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