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Gerüchte um Abwerbeversuche

Hohe Fluktuation beim Kita-Personal Gerüchte um Abwerbeversuche

Qualifiziertes Personal für Kindertagesstätten ist Mangelware – das ist längst kein Geheimnis mehr. Doch machen sich die Kommunen jetzt auch untereinander Konkurrenz?

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Von Guido Scholl

Samtgemeinde Rodenberg. Entsprechende Äußerungen von Eltern sind im Ausschuss für Jugend und Kindergarten der Samtgemeinde Rodenberg zurückgewiesen worden.

 Die Fluktuation von Erzieherinnen in der Lauenauer „Rappelkiste“ und in der Kita am Rodenberger Mozartweg war der Auslöser der Debatte. Elternvertreter berichteten von häufigen Wechseln, weil Betreuerinnen von anderen Kommunen „abgeworben“ worden seien. Angeblich sei diesen mehr Geld geboten worden als in der Samtgemeinde Rodenberg.

 Doch dies bezeichneten Rodenberger Verwaltungsvertreter als unwahrscheinlich, schließlich sei die Samtgemeinde – wie andere Kommunen auch – an Tarife gebunden, und es könne nicht einfach mehr Geld geboten werden, um das eigene Personal zu halten, wie es von Eltern gewünscht wurde. Ebenso wenig sei es wahrscheinlich, dass andere Kommunen mit höheren Tarifen locken. Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla ergänzte, dass möglicherweise in manchen Fällen die Wohnortnähe eines anderen Arbeitsplatzes ausschlaggebend für einen Wechsel war.

 Der Unterschied bei der Bezahlung liegt nach Einschätzung von Fachbereichsleiter Reinhard Peters eher an der Ausgestaltung zweier Stellen: 30 statt 20 Arbeitsstunden beispielsweise, oder eine Gruppenleiterstelle statt einer normalen Stelle. Wenn jemandem ein aus diesem Grund interessanteres Jobangebot gemacht werde, könne die Samtgemeinde nicht ihrerseits mehr Stundenlohn oder eine Sondervergütung bezahlen, was ebenfalls angeregt worden war.

 Explizit angesprochen wurden von den Eltern Wechsel von Erzieherinnen in Lindhorster Kitas. Im dortigen Rathaus sorgt der Vorwurf des Abwerbens aber ebenfalls für Stirnrunzeln. Dass aktiv Personal externer Kitas abgeworben werde, schloss Lindhorsts Samtgemeindebürgermeister, Andreas Günther, aus. Auch dass deutlich höhere Tarife angewandt werden, allerdings befänden sich die Kitas der Samtgemeinde in Regie der Mitgliedsgemeinden, und die entscheiden übers Entgelt.

 Für die Gemeinde Lindhorst kann deren Direktor, Jens Schwedhelm, das Gerücht, sie werbe mit höheren Löhnen aber aus der Welt schaffen. „Die Tarife sind dieselben“, betont er. Darüber hinaus gebe es derzeit keinen Bedarf an zusätzlichem Personal in seiner Gemeinde.

 Karsten Dohmeyer (Grüne) zog während der Sitzung in Rodenberg eine weitere mögliche Lesart in Erwägung: Es habe im November im Rathaus einen Personalwechsel gegeben, und damit könne auch eine Harmonisierung bei der Personalführung einhergehen. „Es hat sicher auch andere Gründe gegeben als das Geld“, orakelte der Grüne. „Darauf steige ich jetzt nicht ein“, beendete Ausschussvorsitzender Uwe Budde (SPD) diesen Diskurs.

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