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Gräber unter Bäumen

Neue Bestattungsformen Gräber unter Bäumen

Baumbestattungen und einen Begräbniswald soll es künftig in der Samtgemeinde Rodenberg geben. Dies ist das Ergebnis der Debatte im Ausschuss für Friedhofsangelegenheiten gewesen.

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SAMTGEMEINDE RODENBERG. Das Gremium der Samtgemeinde befasste sich mit zwei Anträgen – von der SPD und der Wählergemeinschaft –, die jeweils auf einen Waldfriedhof abzielten. Zusätzlich hatte die Verwaltung eine dezentrale Lösung für Baumbestattungen vorgeschlagen.

Nach Angaben von Bauamtsleiter Martin Meyer gibt es die Möglichkeit von Urnenbeisetzungen unter Bäumen bereits. Er nannte Reinsdorf und Groß Hegesdorf als Beispiele. In Lauenau seien ebenfalls zwei Bäume vorhanden, die solche Bestattungsformen zuließen. Ähnlich sehe es in Messenkamp und Rodenberg aus.

Eine Linde in Feggendorf

Es könnten jeweils mehrere Stelen installiert werden, um dort Urnen zu vergraben. Auf dem Feggendorfer Friedhof hat der Bauhof jüngst immerhin eine Linde gepflanzt, sodass dort in einigen Jahren auch Baumbestattungen möglich werden.

Karsten Dohmeyer (Grüne) wünschte sich, dass auf den Friedhöfen ruhig mehrere Bäume gepflanzt werden, was auch hinsichtlich des Baumsterbens ein sinnvoller Schritt wäre. Nicole Bruns, beratendes Mitglied für die evangelische Kirche, lobte das Vorhaben, diese zusätzliche Bestattungsform ins Portfolio der Samtgemeinde aufzunehmen.

Der von Sabine Titze-Dölz (SPD) eingereichte Vorschlag, bei Lauenau am Ehrenmal einen Begräbniswald einzurichten, kam gesondert zur Sprache. Ihr Ansinnen lautete, dieses Areal in Regie der Samtgemeinde zu betreiben, sodass sich sogar Einnahmen generieren ließen. Die Kommune könne die Friedhofssatzung der Stadt Springe übernehmen, die ein solches Friedhofsareal unterhält (wir berichteten).

Das ist Trend

Auch um mögliche Erschließungswege sowie Parkmöglichkeiten und Gestaltungselemente hatte sich die Lauenauerin Gedanken gemacht. Titze-Dölz verfolgte die gestrige Debatte als Zuhörerin und warb für ihre Idee, indem sie den geringen Aufwand herausstrich, den ein solches Bestattungsareal mit sich brächte. Zudem gehe der Trend hin zu solchen Begräbnisformen. Dohmeyer unterstützte den Vorstoß.

Der Ausschuss folgte sowohl dem SPD-Antrag für das Lauenauer Ehrenmal als auch dem Vorschlag der Verwaltung hinsichtlich der Baumbegräbnisse. Über Gebührensätze, Liegezeiten und Nutzungsregeln soll sich nun das Friedhofsamt Gedanken machen. gus

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