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Samtgemeinde Rodenberg Große Herausforderungen
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19:56 28.12.2017
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SAMTGEMEINDE RODENBERG

Offen ist noch immer, ob gleich zwei zusätzliche Krippengebäude auf den Weg gebracht werden. Im SN-Gespräch sagte Verwaltungschef Georg Hudalla, er sei weiterhin für eine zweigleisige Planung.

 Politisch war vor Kurzem vorgeschlagen worden, 2018 nur mit einer Krippe zu beginnen. Ob ein solcher Neubau überhaupt bis Ende des kommenden Jahres fertig würde – geschweige denn zwei – ist eher fraglich. „Das hielte ich für extrem sportlich“, sagt Hudalla. Doch begonnen werden soll mit dem Bau unbedingt 2018.

 Der Bereich Kinderbetreuung dürfte für die Samtgemeinde noch aus anderem Grund eine Herausforderung darstellen. Die vom Land signalisierte Beitragsfreiheit für Regelkindergartenplätze führt Hudalla zufolge wohl zu einer verstärkten Nachfrage nach Ganztagsplätzen. Sprich: Das Geld, was Eltern fortan sparen, stecken sie in längere Kinderbetreuung, die im Zuge der Umstellung auch günstiger wird. Wie genau damit umzugehen ist, werde sich erst noch zeigen.

 Mit den Entwicklungen im Bereich Brandschutzwesen ist Hudalla ausgesprochen zufrieden. Er sehe es positiv, dass speziell zwischen den kleineren Wehren sachliche Gespräche über Neustrukturierungen laufen. Auch der Bedarfsplan habe unterm Strich ein ordentliches Ergebnis gebracht.

 Wann und mit dem Bau welcher neuen Feuerwache – jener bei Messenkamp, Hülsede oder Groß Hegesdorf – begonnen wird, sei derzeit offen. Wichtiger als ein Schnellschuss sei eine fundierte Planung – denn es müssten heutzutage andere Raumkonzepte realisiert werden. „Und so lange haben wir ja noch die alten Feuerwehrhäuser“, streicht Hudalla heraus.

 Schwierig sieht es derzeit samtgemeindeweit mit Gewerbeneuansiedlungen aus. Dieses Phänomen sei aber nicht auf Rodenberg und Umgebung beschränkt, sondern ein generelles Problem. Immerhin kann sich die Stadt Rodenberg über eine erneute Erweiterung des Gissler&Pass-Geländes freuen. Für diese Expansion verkaufte die Kommune ein 30000 Quadratmeter großes benachbartes Grundstück und strich dafür 850000 Euro ein.

 Kommunale Siedlungsentwicklung ist derzeit nicht geplant. Allerdings will die Sparkasse mit der Vermarktung des zweiten Teils des Felsenkeller-Baugebiets beginnen. Und auch in Apelern ist angedacht, ein Neubaugebiet durch einen Investor an den Markt bringen zu lassen.

 In Sachen Dorferneuerung soll nun endlich der Startschuss für den Bau eines Buswendeplatzes in Schmarrie fallen. Dieses Vorhaben ist Hudalla zufolge bereits gemeinsam mit einer Bushaltestellensanierung in Reinsdorf ausgeschrieben worden. Letztgenanntes Projekt war wegen explodierender Kosten zuletzt wieder kassiert worden. Konstruktiv begleiten will die Verwaltung die Schulhofsanierung in Rodenberg. Hinzu kommen die beschlossenen Umgestaltungen auf den Friedhöfen. Und dann wäre da noch der B65-Ausbau, um den sich das Rathaus kümmern will.

 Auch Lauenau steht wohl vor tief greifenden Umstrukturierungen in der Ortsmitte. Doch Hudalla wollte dem Neujahrsempfang im Flecken nicht vorgreifen – dort dürfte es dazu nähere Informationen geben.

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