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Grüne bestehen auf unterirdische Stromkabel

Rodenberg / Stromtrasse "Südlink" Grüne bestehen auf unterirdische Stromkabel

 Die Grünen und die Aktiven Demokraten im Rat der Samtgemeinde Rodenberg haben beantragt, dass die politischen Vertreter der Kommune eine Resolution zur geplanten Stromtrasse „Südlink“ verabschieden. Darin solle die Samtgemeinde auf eine Erdverkabelung bestehen.

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Samtgemeinde Rodenberg.. Seit die „Südlink“-Pläne des Investors Tennet auch den Landkreis Schaumburg betreffen, ist das Thema in aller Munde. „Unser Tal gehört jetzt zu den zwei am meisten favorisierten Korridoren für den Bau einer Stromtrasse Richtung Süden“, schreiben Grüne und Aktive Demokraten in ihrem Antrag.

Damit die Samtgemeinde weiterhin beliebtes Ausflugsziel bleibt, sei es zu vermeiden, dass eine „Strommastenlandschaft“ das Bild negativ beeinflusst. Zumal die wohl nicht zu verhindernden Windräder – an welcher Stelle auch immer – ohnehin schon eine Beeinträchtigung bewirken dürften.

Die Kabel für den „Südlink“ können sowohl ober- als auch unterirdisch verlegt werden. Wobei die Erdverkabelung die teurere Variante ist. Grüne und Aktive Demokraten wollen Tennet jedoch per Resolution auf eine Verlegung der Leitungen unter der Erde festnageln.

„Die übergeordnete Politik soll ein deutliches Signal aus unserem Tal erhalten“, heißt es im Antrag. Die Antragsteller seien zwar für die Energiewende. Doch Deutschland solle es sich leisten, den Strom „auch nachhaltig, das heißt mit möglichst wenig Eingriff in die Umwelt, transportieren zu können.“

Tennet-Geschäftsführer Lex Hartmann hat unterdessen im Gespräch mit dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Maik Beermann zugesichert, die Schaumburger während einer Infoveranstaltung über die unterschiedlichen Alternativen der Routenführung aufzuklären.

Bei dem Treffen mit Hartmann sei deutlich geworden, dass Tennet den Sorgen der Einwohner „auf den Grund geht“, schreibt der Abgeordnete in einer Pressemitteilung. Hartmann soll versichert haben, dass sowohl Vorschläge für alternative Routen der Stromtrasse als auch Hinweise auf Naturschutzgebiete willkommen sind und in die Projektplanung einfließen.

Zum Stand der Planungen erklärt Beermann, dass der Antrag für den Bau der Stromautobahn, die möglicherweise auch durch Nienburg und Schaumburg verlaufen soll, erst Ende des Jahres bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden soll. Letztgenannte würde dann alle möglichen Alternativen für die Route „ergebnisoffen“ prüfen.

Der Netzbetreiber Tennet sucht seit Monaten nach einer Route für die rund 800 Kilometer lange Gleichstrom-Höchstspannungstrasse Südlink, mit der Windstrom aus dem Norden in den Süden Deutschlands transportiert werden soll. Bislang sind von den Einwohnern möglicherweise betroffener Gebiete mehr als 3000 Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung der Trassenführung eingegangen.  gus, kcg

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