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Samtgemeinde Rodenberg Info-Abend zum Thema „Südlink“
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Info-Abend zum Thema „Südlink“
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00:21 08.06.2015
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Rodenberg/Bad Münder

Von Mira Colic

Die Experten des Wirtschaftsministeriums, der Bundesnetzagentur und des Netzbetreibers Tennet wollten die Notwendigkeit der Trasse vor dem Hintergrund der Energiewende erläutern, Peter Ahmels als Leiter des Veranstalters „Bürgerdialog Stromnetz“ als Mittler auftreten. Doch die meisten Besucher fühlten sich wie auf einer „elf Millionen Euro teuren Werbeveranstaltung“, kritisierte der Vertreter einer Bürgerinitiative. Unter den Gästen fanden sich auch Vertreter aus der Samtgemeinde Rodenberg und Wennigsen.
Das selbst ausgegebene Ziel des Bürgerdialogs lautete: den Zusammenhang zwischen Energiewende und Netzausbau – und den damit verbundenen Bedarf von „Südlink“ – aus bundespolitischer Sicht zu beleuchten. Doch das Vorhaben war wohl von Beginn an zum Scheitern verurteilt – zu unterschiedlich waren die Erwartungen.
Die Forderung der Besucher war klar: eine Erdverkabelung. Bei diesem Thema hielt sich Johannes Menck vom Bundeswirtschaftsministerium bedeckt: „Das ist eine Debatte, die geführt werden muss, dafür wird der Gesetzentwurf ja im Parlament beraten.“ „Südlink“ sei zwar ein Pilotprojekt für die Erprobung von Erdverkabelung, aber „vorgesehen ist diese nur unter gewissen Kriterien, wie etwa bei geringen Abständen zu Wohnhäusern. Der Grundsatz der Freileitungsplanung besteht“. Wenn die Erdverkabelung bevorzugt käme, müsse die Planung bei null anfangen. Dies sei wenig realistisch, weil dann der Zeitplan, bis 2021 den Anteil an erneuerbaren Energien auf 40 bis 45 Prozent zu steigern, nicht erreicht werden könne. Aktuell überarbeitet Tennet seinen Antrag. Die Bundesnetzagentur erwartet „eine nachvollziehbare Herleitung der Trassenführung und eine fachgerechte methodische Vorgehensweise“, so Robin Dornauf von der Bundesnetzagentur. „Wann mit der Neufassung zu rechnen ist, ist derzeit nicht absehbar.“ Nach schädlichen Auswirkungen auf die Menschen gefragt, versuchte sein Kollege Stefan Drygalla-Hein, zu beruhigen: „Wenn es ein nachweisbares Risiko gibt, können und dürfen wir nicht darüber hinweggehen. Das Planungsrecht ist sehr umfassend.“

 

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