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Jugendpfleger: Projekt im Stillen beerdigt

Posten wird wohl nicht neu besetzt Jugendpfleger: Projekt im Stillen beerdigt

Es ist mehrere Monate her, dass der Weggang der Jugendbeauftragten Desirée Hofmann offiziell bestätigt wurde. Schon damals war es mehr als fraglich, ob das Konzept eines Jugendpflegers für die komplette Samtgemeinde eine Fortsetzung finden würde. Inzwischen scheint das Thema von der Politik still und leise ad acta gelegt worden zu sein.

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Quelle: SN

Samtgemeinde Rodenberg. Der Posten des Samtgemeinde-Jugendpflegers war erst Anfang 2014 auf Wunsch des Rates geschaffen worden. Die meisten Politiker sind mittlerweile aber der Ansicht, dass das Konzept keine Zukunft hat und die Jugendarbeit lieber in den einzelnen Gemeinden betrieben werden sollte.

Umfassende Jugendarbeit sei auf Samtgemeindeebene kaum umzusetzen, habe man erkannt, sagte Hans-Dieter Brand, Sprecher der Samtgemeinde-SPD, auf Anfrage. Ein fester Jugendpfleger hätte sein Büro immer in Rodenberg. Doch die Jugendlichen der Samtgemeinde kommen auch aus Apelern, Lauenau und anderen Orten der Samtgemeinde. Diese seien wohl nicht dazu zu bewegen, für einen regelmäßigen Jugendtreff nach Rodenberg zu gehen, und der Jugendpfleger selbst müsste für Aktivitäten in anderen Gemeinden extra dorthinfahren.
Darüber hinaus sei das Thema Jugendarbeit sehr komplex, jede Gemeinde sei unterschiedlich aufgestellt und habe eigene Vereine, die mit jungen Leuten arbeiten. Der Anstoß, darüber hinaus aktiv zu werden, sollte daher aus den Gemeinden selbst kommen.

In Lauenau kam vor einiger Zeit der Gedanke auf, das Angebot im Düvelhuus zu erweitern und es zu einem Mehrgenerationenhaus aufzuwerten. Vor Kurzem wurde eine Umfrage unter Lauenauern zu diesem Projekt vom Jugend- und Kulturforum durchgeführt.

Bei entsprechendem Ergebnis könnte auch der Etat des Jugendforums aufgestockt und zum Beispiel zwei 400-Euro-Stellen geschaffen werden, findet Ratsherr Karsten Dohmeyer (Grüne). Auf diese Weise ließe sich für den Flecken und alle Gemeinden südlich der Autobahn ein vernünftiges Angebot schaffen – speziell für diejenigen Jugendlichen, die bei den örtlichen Vereinen nicht das Passende für sich finden.

Eine ähnliche Ansicht vertritt für Rodenberg Bürgermeister Ralf Sassmann (WGR). „Wir haben hier eine gute Vereinsstruktur“, in der so gut wie jeder seine „Bestimmung“ finden könne. Diejenigen aber, die sich davon nicht angesprochen fühlen, könne man vielleicht mit davon unabhängigen Einzelprojekten erreichen.
Einen festen Jugendtreff einzurichten, sei dagegen für Rodenberg nicht geplant, so Sassmann. Ein Versuch unter Jugendpflegerin Hofmann habe nicht die gewünschte Resonanz gebracht. Allgemein seien regelmäßige Treffen für Jugendliche womöglich nicht das Richtige, da das Interesse irgendwann schwinde. Der Fokus sollte deshalb lieber auf zeitlich begrenzten Aktionen liegen, entsprechend der Rowoki in den Ferien. kle

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