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KGS – einfach zu attraktiv

Schülertransfer KGS – einfach zu attraktiv

Eine spannende Sitzung steht dem Ausschuss für Wirtschaft und Fremdenverkehr bevor: Das Gremium der Samtgemeinde Rodenberg befasst sich am Donnerstag ab 19 Uhr im Ratskeller unter anderem mit dem Thema Schülertransfer zur KGS Bad Münder.

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Samtgemeinde Rodenberg. Allmählich entwickelt sich der anfangs als Ausnahmeregelung ersonnene Schülertransport nämlich zum finanziellen Problem für die Samtgemeinde. Aus einer Handvoll Kindern, die zu der Schule im Nachbarlandkreis bugsiert wurden, sind mittlerweile knapp 70 geworden. Dies bedeutet für den Landkreis und die Samtgemeinde wachsende Kosten. Daher sollen die Politiker entscheiden, wie die Weichen für die kommenden Jahre gestellt werden.

 Grundsätzlich sollen all jene Schüler, die die KGS jetzt bereits besuchen, auch weiterhin in Regie der Samtgemeinde transportiert werden. Diese hat das Unternehmen Taxi Kühl beauftragt, sich darum zu kümmern und zahlt einen Kostenanteil. Der Rest wird mit Zuschüssen des Landkreises beglichen. Maximal 1051 Euro pro Jahr beziehungsweise 87,50 Euro pro Monat, stehen Eltern zu, wenn sie ihr Kind auf eine Schule außerhalb des Landkreises schicken. Dies entspricht der teuersten Jahreskarte innerhalb Schaumburgs, wo grundsätzlich der Landkreis den Schülertransport finanziert.

 Offen ist, wie sich die Politiker zu weiteren KGS-Anmeldungen positionieren. Denn sowohl der Landkreis als auch die Samtgemeinde schicken Kinder nicht gern auf eigene Kosten zu auswärtigen Schulen, wo doch der Betrieb der eigenen Bildungseinrichtungen mit kommunalem Geld bezahlt werden muss. Anfangs war der KGS-Transport für Schüler aus den Orten nahe der Kreisgrenze gedacht gewesen, mittlerweile holt das Taxiunternehmen aber Kinder auch aus Lyhren ab, um sie nach Bad Münder zu bringen.

 Für Eltern hat dies einen großen Vorteil: Die Kinder steigen vor der Haustür ein und aus. Seit diesem Sommer bringt ein Sammeltransporter sie dann aber ab Lauenau gemeinsam nach Bad Münder.

 Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla betont, dass der Elternwille bei der Schulwahl weiterhin respektiert werde. Doch das jetzige Modell stoße an seine Grenzen. Mit Kosten von 43560 Euro rechnet die Samtgemeinde im Schuljahr 2014/15 – für knapp 70 Schüler.

 Der Landkreis muss wohl mehr als 70000 Euro bezahlen. Der Wirtschaftsausschuss soll heute im Ratskeller Rodenberg ein Signal geben, wie die KGS-Problematik perspektivisch zu behandeln ist. „Wir wollen ein politisches Mandat“, so Hudalla.

gus

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