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Kein Chlor mehr im Trinkwasser

Rodenberg/Nenndorf Kein Chlor mehr im Trinkwasser

Im Laufe dieser Woche dürfte Einwohnern der Samtgemeinde Rodenberg und Teilen Bad Nenndorfs das Leitungswasser besser schmecken. Der Wasserverband Nordschaumburg hat am Montag die Desinfektion umgestellt – es wird kein Chlor mehr dafür verwendet, sondern UV-Licht.

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Werner Volker (rechts) und Wassermeister Holger Meier drehen am Rad und schalten die UV-Anlage ein.

Quelle: gus

Rodenberg/Nenndorf. Für 60.000 Euro ist im Wasserwerk Billerbach bei Apelern eine neue Desinfektionsanlage eingebaut worden. Das alte Konstrukt, das noch Chlor und Salzsäure dem Wasser zuführte, musste wegen seines Alters ersetzt werden, wie Verbandsgeschäftsführer Werner Volker erklärte. Und bei der Gelegenheit habe sich der Verband erkundigt, ob es künftig nicht auch ganz ohne Chemie geht.

Denn Desinfektion ist beim Wasserwerk Billerbach weiterhin nötig – das Gesundheitsamt schreibt bei oberflächennahem Quellwasser eine solche Säuberung vor. Vom Billerbach stammt mit 1,25 Millionen Kubikmetern jährlich etwa ein Drittel der Fördermenge des Wasserverbands, dessen übrige Werke arbeiten allerdings ohne Desinfektion.

Und um zumindest deren geschmacklichen Einfluss zu tilgen, entschied sich das in Lindhorst ansässige Versorgungsunternehmen für eine UV-Anlage zur Desinfektion. Eine Studie in Zusammenarbeit mit den Harz-Wasserwerken habe ergeben, dass diese Technik für den Billerbach funktioniert. Es ergeben sich zwei weitere Vorteile: Einerseits müssen die Mitarbeiter nun nicht mehr mit den gefährlichen Chemikalien hantieren. Außerdem ist der Betrieb der UV-Anlage auch kostengünstiger.

Seit Montag fließen nach Angaben von Wassermeister Holger Meier pro Stunde etwa 148.000 Liter Wasser an sechs UV-Röhren vorbei, die sich in einem zylindrischen Metallbehälter befinden. Bei diesem Prozess sorgt das UV-Licht dafür, dass sämtliche Keime im Nass abgetötet werden. Die Anlage wurde so installiert, dass das Wasser noch vor der ersten Zwischenlagerung in den Kammern des Billerbachwerkes desinfiziert wird. Vom Billerbach aus wird es dann weiter ins Auetal und zum neuen Hochbehälter bei Algesdorf gepumpt. Ute Melchiors vom Gesundheitsamt bezeichnete das Schaumburger Trinkwasser als „Bio-Wasser.“

Die Samtgemeinde Rodenberg ohne die Gemeinden Messenkamp und Lauenau, der Süden Bad Nenndorfs, das Auetal und der Osten der Samtgemeinde Lindhorst erhalten Wasser aus dem Billerbach-Werk. Am heutigen Dienstag wird die Veränderung kaum jemandem auffallen, da noch gechlortes Wasser in den Tanks ist. Doch im Laufe der Woche sollten sämtliche Haushalte nur noch UV-behandeltes Wasser bekommen. Beim Verband hatte es Beschwerden neu Zugezogener darüber gegeben, dass das Wasser zu stark nach Chlor schmeckt. gus

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