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Kein Schutzziel festgelegt

Brandschutzbedarfsplan Kein Schutzziel festgelegt

Viele Fragezeichen stehen für die Politiker der Samtgemeinde Rodenberg noch hinter den Vorbereitungen zum Brandschutzbedarfsplan, der momentan von der BBS Gefahrenabwehrplanung entwickelt wird.

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Im Dezember bekämpfte Römer-Biotec erfolgreich Schädlinge im Dom zu Riga (Lettland). In der Bildmitte ist der Arbeitsbereich zu sehen.pr.

Samtgemeinde Rodenberg (kle). Für die Erstellung des Konzepts soll sich der Rat zuerst auf ein sogenanntes Schutzziel einigen. Auf dieser Basis können die Planer ermitteln, inwiefern diese Ziele erfüllt werden. Dazu fühlten sich die Mitglieder des Feuerschutzausschusses aber auf der Basis der bisherigen Informationen nicht imstande. Die Frage nach den Schutzzielen soll zunächst in einer gesonderten Runde genauer erörtert werden, bevor eine Entscheidung fällt.

 Das Schutzziel legt fest, welche Anforderungen die Einsatzkräfte nach einer Alarmierung erfüllen müssen. Zum Beispiel wie viel Zeit darf vergehen, bis eine Mindestanzahl an Feuerwehrleuten am Zielort eingetroffen ist? Gleichzeitig wird ein „Zielerreichungsgrad“ vorgegeben, also in wie vielen Fällen dieses gesetzte Ziel unterschritten werden darf.

 „Für uns ist vieles noch im Unklaren“, stellte Ausschussvorsitzender Wolfgang Kölling (SPD) zu Beginn klar. In der Fraktion sei über die Frage diskutiert worden: „Wo setzen wir das Schutzziel an, was können wir von unseren Freiwilligen verlangen?“ Immerhin wolle man die kleineren Wehren nicht zu sehr unter Druck setzen mit zu hochgesteckten Zielen. Andere Ausschussmitglieder erbaten sich Daten und Statistiken der bisherigen Durchschnittsleistungen der Rodenberger Wehren, um eine Basis für ihre Entscheidung zu haben. Auch Vergleiche zu anderen Wehren, die diesen Prozess schon durchlaufen hätten, wünschten sich einige.

 Mark Steinvoord von der BBS Gefahrenabwehr riet allerdings davon ab, von der aktuellen Leistung der Wehren auf die Zielsetzung für das Brandschutzkonzept zu schließen. Besser sollte die vom Rat festgelegte Soll-Struktur später dem Iststand gegenübergestellt werden, damit sich zeige, wo die Ansatzpunkte sind.

 Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, dass es standardmäßig nach acht Minuten nach der Alarmierung 13 Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen zum Einsatzort schaffen sollen und nach weiteren fünf Minuten sechs zusätzliche Einsatzkräfte samt Wagen. Als Zielerreichungsgrad empfahl sie eine Quote von 95 Prozent. Das, so Steinvoord, sei allerdings die Quote für Berufsfeuerwehren, für Freiwillige empfehle er 90 Prozent. Bei weniger als 80 Prozent gilt eine Feuerwehr nicht mehr als einsatzfähig.

 Zuletzt gab Steinvoord noch Entwarnung, was die von manchen befürchtete Auflösung von kleineren Ortswehren als Folge einer zu strengen Zielsetzung angeht. Jede Ortswehr sei wichtig für die Einhaltung des Schutzziels. Das Wegrationalisieren kleinerer Gruppen würde das Problem ja nur verschlimmern.

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