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Samtgemeinde Rodenberg Kita-Ganztagsplätze werden knapp
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Kita-Ganztagsplätze werden knapp
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00:22 30.08.2015
Quelle: dpa/Symbolbild
Samtgemeinde Rodenberg

So müssen beispielsweise vereinzelt Kinder, die bereits drei Jahre alt sind und die Krippe Leimkaute besuchen, weiterhin dort betreut werden, weil keine geeigneten Plätze in Rodenbergs Kindergärten frei sind. Es handelt sich allerdings um Ganztagsplätze, wo das Kontingent ohnehin deutlich kleiner ist als bei Vormittagsplätzen. Lediglich in Lauenau wären in der „Pusteblume“ solche Plätze noch verfügbar.

 Voraussichtlich bis zum vierten Geburtstag besuchen die betreffenden Kinder jetzt noch die Rodenberger Krippe. Für den Leiter des Bereichs Kinderbetreuung, Reinhard Peter, ist das kein Drama. Manche Eltern wünschten sich sogar ausdrücklich, dass ihre Kinder länger in der Krippe bleiben.

 Und sobald es freie Plätze gebe, könnten die Kinder wechseln. Allerdings werden die Plätze meist erst zum neuen Schuljahr frei, in diesem Fall also im Sommer 2016. Für Kommunen ist das Problem, dass Eltern ihren Nachwuchs hingegen in der Regel kurz nach dem dritten Geburtstag für den Kindergarten anmelden – und diese Geburtstage verteilen sich nun mal über das gesamte Jahr.

 Peter weist die Darstellung, es gebe zu wenige Ganztagsplätze in den Kitas der Samtgemeinde aus den genannten Gründen zurück. Andere Kommunen stünden nicht besser da, und auf kurzfristigen Bedarf mit weiteren Gruppen zu reagieren, sei teuer: Personal und Räume müssten dafür her. Eine Möglichkeit wäre, eine halbe Ganztagsgruppe einzurichten, doch dafür müssten ebenfalls Erzieher eingestellt und Räume geschaffen werden. Außerdem könne die Verwaltung schlecht ohne eine Entscheidung des Rates agieren.

 Doch in den politischen Gremien hatte es schon im Frühjahr die Forderung nach mehr Angebote und mehr Flexibilität gegeben. Eine Mutter hatte damals von Problemen berichtet, Ganztagsplätze für ihre Kinder zu bekommen. Damals, im Februar 2015, sei das Kontingent bereits ausgebucht gewesen. Die Debatte um mehr Angeboten über die Regel-Kitaplätze (Betreuungszeit 7.30 bis 12 Uhr) hinaus könnte jetzt erneut aufflammen.

 Im Grundsatz sieht die Verwaltung die Kita-Situation zum neuen Jahr aber entspannt. „Wir stehen gut da“, betont Günter Wehrhahn, Leiter des zuständigen Fachbereichs. Die Auslastung der Tagesstätten liege bei gut 90 Prozent. Etwas „Luft“ müsse für nachträgliche Anmeldungen bleiben. Zu wenige Kinder würden aber ein zu großes Defizit zulasten der Kommune bedeuten. gus