Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Samtgemeinde Rodenberg Kita-Gebühren um bis zu 30 Euro rauf
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Kita-Gebühren um bis zu 30 Euro rauf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 24.06.2018
Quelle: dpa
Anzeige
Samtgemeinde Rodenberg

Zupass kam den Politikern, dass die Landesregierung in dieser Woche die Beitragsfreiheit für alle Eltern beschlossen hat. Somit war die Sachlage klarer als zuvor. Im Vorfeld der gestrigen Sitzung hatte es zudem eine Diskussionsrunde mit Elternvertretern über die neuen Gebührensätze gegeben.

Allerdings gilt die Beitragsfreiheit nicht für Krippe und Hort sowie für Betreuungszeiten, die über acht Stunden hinaus gehen. In diesen Bereichen sollten nun die Elternanteile angepasst werden. Der Beschluss fiel nach längerer Debatte einstimmig aus.

Ein Vormittagsplatz in der Krippe wird fortan mit 175,60 Euro monatlich berechnet. Bislang waren es 160 Euro gewesen. Ein Ganztagskrippenplatz liegt ab dem kommenden Kindergartenjahr bei knapp 334 Euro gegenüber den bisherigen 304 Euro. Die Eltern zahlten für Hortplätze bislang 222 Euro pro Monat. Diese Schülerbetreuung am Nachmittag kostet nun inklusive Essensgeld fast 252 Euro.

Strittig war ein Passus der Geschwister-Regelung. Bisher war es so gehandhabt worden, dass Eltern für ein zweites und drittes Kind generell erheblich reduzierte Gebühren zahlten, wenn ein Bruder oder eine Schwester eine Kita besucht. Nun sollen aber Eltern nicht stark reduzierte Hort- und Krippenplätze angeboten bekommen, wenn eines ihrer Kinder schon einen kostenlosen Kindergartenplatz belegt.

Kosten für Samtgemeinde steigen

Besuchen zwei oder mehr Geschwister Krippe und/oder Hort, tendierte der Ausschuss zu einer Ermäßigung von 50 Prozent fürs zweite Kind und 75 Prozent für das dritte. Bei dritten Kindern war Patricia Kasper (Rodenberger Interessen) sogar für Beitragsfreiheit, womit sie aber knapp scheiterte. Die Mehrheit stimmte für 75 Prozent Ermäßigung beim dritten Kind.

Auch für Randstunden in den Kindergärten wurden neue Sätze beschlossen, die aber nur wenige Familien betreffen. Dabei geht es um Betreuung vor oder nach der Kernzeit von acht Stunden.

4,6 Millionen Euro stehen in diesem Jahr für Kinderbetreuung im Haushalt der Samtgemeinde. Im Jahr 2014 waren es noch drei Millionen Euro gewesen. 1,3 Millionen Euro erhielt die Kommune zuletzt pro Jahr vom Land, 800.000 Euro entfielen auf die Elternbeiträge.

Eine Verbesserung der Einnahmesituation erwartet Amtsleiter Jörg Döpke mit dem jüngsten Beschluss von Rot-Schwarz nicht – eher das Gegenteil: Die Kosten der Samtgemeinde steigen. Uwe Märtens (SPD) wünschte sich eine Darstellung dazu, wie viel höher die Einnahmen der Samtgemeinde aus den jetzigen Betreuungsbereichen ausfallen. gus

Anzeige