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Kompromiss im Mähstreit gesucht

Samtgemeinde Rodenberg Kompromiss im Mähstreit gesucht

Vor den Mäharbeiten an Ufern und Böschungen ab dem 8. August hat der Unterhaltungsverband (UHV) West und Südaue an Landwirte appelliert, dafür ausreichend Platz zwischen Feldern und Gewässern zu lassen. Denn es ist unvermeidlich, dass sich Landwirtschaft und Mähkampagne ins Gehege kommen. Daher setzt der UHV auf Kompromissbereitschaft – schließlich steht sogar Fördergeld in Aussicht.

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Der Kahlschlag bei Hülsede hat Umweltschützer erzürnt.

Quelle: pr

Samtgemeinde Rodenberg. Trotz des Endes der Brut- und Setzzeit am 15. Juli sollen die Arbeiten noch bis zum 8. August warten, damit brütende Singvögel geschont werden. An seinen Ufern muss sich der von Frank Faber geführte Verband außerdem mit den ‚Landwirten arrangieren, sofern sie Eigentümer der Randbereiche sind. Denn sie pflügen meist möglichst nah an die Ufer heran, um den eigenen Ertrag zu maximieren.

Doch auch das Mähen der Ufer und Böschungen muss sein, wie Faber betont. Allein schon, um einen ordnungsgemäße Wasserabfluss sicherzustellen. Und dazu müssen vom UHV beauftragte Fachfirmen zweimal jährlich mit Schlegelmähern zur Tat schreiten: Zur Mahd und zur Nachmahd, die erst ab Anfang Oktober erfolgen kann.

Nicht selten kommt es dann zu Konflikten, weil Landwirte im Sommer bereits hochgewachsenes Getreide oder andere Pflanzen vernichtet sehen, wo die Mähfahrzeuge seinen Acker passierten, um die Ufer und Böschungen zu beschneiden. Im Herbst kann es laut Faber auch dazu kommen, dass ein Teil der gerade eingebrachten Saat zerstört wird.

Daher bittet Faber einerseits um Verständnis für die Pflichten seines Verbands. Er unterstreicht ferner, dass etwaige Schäden nicht ersetzt werden. Daher rät der Verbandsgeschäftsführer dazu, ein Förderprogramm zu nutzen, denn Landwirte, die ihre Ackerränder bewusst nicht bewirtschaften, können auf dem Weg eine jährliche Erstattung einstreichen, die den Ertragsausfall aus Fabers Sicht mehr als aufwiegt. Und so wäre allen geholfen, weil die zwei Mäheinsätze mit den Förderrichtlinien vereinbar sind. Solche Blühstreifen werden vom Land Niedersachsen gefördert.

Diese Gewässer in der Samtgemeinde werden vom Unterhaltungsverband gepflegt: Rodenberger Aue, Mühlenaue, Schlierbach (Feggendorf), Altenhäger Bach, Waltershagener Bach, Flöttenbach (Hülsede), Hülseder Dorfbach, Pohler Bach, Meinser Bach, Riesbach (Apelern/Wiersen), Salzbach (Soldorf), Soldorfer Bach. gus

Kahlschlag in der Feldmark

Erst kürzlich hat in der Gemeinde Hülsede ein Fall für Ärger gesorgt, bei dem Wegesränder und auch die Böschungen von Gräben bis auf die Grasnabe runtergemäht wurden. Gräben sind Gewässer dritter Ordnung, der Unterhaltungsverband plant derzeit die Mahd der Gewässer zweiter Ordnung, also der fließenden Gewässern. Dafür wird das Ende der Brut- und Setzzeit abgewartet, wie es in einer Ankündigung der Maßnahme heißt. Die Vorschrift, dass erst nach Ende dieser Phase gemäht werden darf, gilt landesweit aber auch für Gräben. Die Brut- und Setzzeit endete am 15. Juli. Entsprechend sauer sind Naturschützer in Hülsede, dass dort schon vorher „kilometerweit“ die Ackerrandstreifen und Böschungen kahlrasiert wurden. gus

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