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Samtgemeinde Rodenberg Lage entspannt sich nach Vollsperrung
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Lage entspannt sich nach Vollsperrung
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02:15 13.06.2015
Markus Brockmann (im Vordergrund rechts) erläutert den Sachstand zu Brückenbau und Umleitung. Quelle: nah
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Von Bernd Althammer

Zu einem Informationsabend über den Stand der Arbeiten und die Situation auf den Ausweichstrecken waren vorwiegend nur die Bürgermeister der betroffenen Orte Messenkamp, Pohle und Hülsede sowie einige Messenkämper Einwohner erschienen.

Gut 20 Zuhörer verfolgten die Ausführungen von Markus Brockmann (Leiter Geschäftsbereich Hameln der niedersächsischen Straßenbauverwaltung), Steffen Arndt (Polizei Bad Nenndorf) und Günter Steierberg (Straßenverkehrsamt Landkreis Schaumburg). Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla glaubte, dass „die anfänglichen Befürchtungen der Bevölkerung“ entkräftet werden konnten. Messenkamps Gemeindedirektor Jörg Döpke ging auf „viele Hinweise von Bürgern“ ein: „Es wurde immer sehr zeitnah reagiert.“

Brockmann erläuterte den für 1,45 Millionen Euro teuren Brückenbau. Die neue Querung mit zusätzlicher Belastbarkeit habe eine „Lebenserwartung“ von 90 Jahren. Lob stattete der Behördenchef der beauftragten Firma ab. „Die machen mächtig Druck“, sagte Brockmann.

Arndt räumte ein, dass die beschilderte Umleitung anfangs „nicht angenommen“ worden sei. Erst nachgerüstete Baken und Kontrollen hätten die Lastzüge auf die über Pohle und Hülsede nach Süden führende Ausweichstrecke gebracht: „Aber jeden Lkw-Fahrer schaffen wir nicht“, gab Arndt zu, „die mogeln sich durch.“

Dass deren Zahl jedoch abnimmt, könnte eine weitere Beschilderung bewirken, forderten einige Zuhörer. So müsse das Abbiegen von Hülsede in Richtung Messenkamp erschwert werden, hieß es. Messenkamps Bürgermeister, Frank Witte, forderte eine bessere Kennzeichnung der fälligen Fahrtrichtung nach links an der Abfahrt Pohle. Brockmann selbst berichtete von einem „angeordneten“ und mit Blinklicht ergänzten Hinweis schon auf der Autobahn, wegen der Sperrung die Abfahrt Rehren zu benutzen. „Das steht da noch nicht“, erwiderten mehrere Fernstraßennutzer.

Auch der Wunsch von Elke Lange (Messenkamp) wurde notiert: Ihr Haus sorgt für eine Engstelle in der Dorfstraße und löst nach ihren Angaben regelmäßig Vollbremsungen aus. Ein Schild soll den Gefahrenpunkt markieren. Udo Meyer (Messenkamp) erneuerte seine Forderung, die Ergebnisse einer erfolgten Verkehrszählung zu veröffentlichen. Sein Nachbar Karl Minne Braaksma beklagte, dass es „immer noch Edeka-Laster gibt, die nicht die Umleitung wählen“.

Ansonsten bezeichnete er die „momentane Situation als erträglich“. Anwesende Landwirte aber verwiesen auf neue Problematiken in der Ortslage Messenkamp, wenn erst die Ernte beginne und überbreite Maschinen zum Einsatz kämen. „Das lässt sich regeln“, versprach Brockmann.

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