Samtgemeinde Rodenberg (bab). Den Eindruck mancher Kritiker, dass sich die Verwaltung auf Lauenau konzentriere, kann Heilmann nicht teilen. Dass „mitten in der Stadtsanierung“ vieles passiere, sei normal, „nächstes Jahr werden wir aber den Schwerpunkt in Apelern sehen“, sagt der Verwaltungs-Chef. Dann würden die Bautätigkeiten für die Dorferneuerung beginnen. Außerdem habe Lauenau den Vorteil, „dass wir da klare Verhältnisse haben“, spielt er auf die politische Konstellation an, „und der Durchsatz von Dingen schneller ist“. Er hält auch weiter an seinem Kredo fest, die kleinen Kommunen zu entwickeln.
In Schmarrie stehe die Halle am Dorfgemeinschaftshaus zur Sanierung an, in Messenkamps Halle seien die sanitären Anlagen erneuert worden, in Hülsede werde die Siedlungsstraße ausgebaut und in Pohle müsste sich um die Elektrik im Dorfgemeinschaftshaus gekümmert werden. Dort sei das wichtigste die erwartete Sanierung der Landesstraße. Mit den Kosten für den Bürgersteig wolle „die Samtgemeinde Pohle nicht alleine lassen“. Rodenberg werde zwar keine Einheitsgemeinde, verhalte sich aber so.
Die Samtgemeinde selbst widme sich 2012 dem Krippenausbau. 500 000 Euro Bedarf sei bei Landkreis und Land angemeldet. Im Visier hat Heilmann besonders „die älteste Einrichtung“, den Kindergarten an der Grover Straße in Rodenberg. 50 Kinder weniger seien im kommenden Jahr zu betreuen. Trotzdem will Heilmann die Erzieherinnen weiterhin beschäftigen und auch kleine Einrichtungen wie in Pohle erhalten. In der Nähe von Schulstandorten sollen zudem Hortplätze vorgehalten werden.
2012 müsse man in Rodenberg „mit der Sporthalle zur Ausführung kommen“. Die Stadt will die alte Kreissporthalle hinter der Grundschule übernehmen. Heilmann hat zwischen 500 000 Euro und einer Million für die Sanierung vorgesehen. „Es gibt aber in einigen Köpfen auch Sparmodelle“, sagt er. „Wenn wir es machen, machen wir es ordentlich“, kündigt er an.
Angst davor, sich mit der kommunalen Übernahme von Gebäuden – wie auch der ehemaligen Straßenmeisterei in Apelern – zu übernehmen, hat Heilmann nicht. „Was wir vermeiden wollen, ist, dass da etwas Schmuddeliges entsteht“, argumentiert er. Auch wenn das Dach derzeit Probleme macht, sei „die Bausubstanz aus den siebziger Jahren sehr gut“. Apelern stehe zudem finanziell gut da. „Die Gewerbesteuer hat sich in diesem Jahr fast verdoppelt.“ Andere Grunderwerbungen dienten der Substanzerhaltung und der Bekämpfung der Leerstände. Für die Mieter gebe es zwar keine Dumpingpreise, aber „wir haben auch nicht die großen Überschüsse“. Im Gewerbepark Lauenau seien viele Vereine untergebracht, die ihn kostenlos nutzten.
In Rodenberg werden 2012 auch die Ausgleichsflächen für das neue Baugebiet „Leimkaute II“ angelegt. Die vorgesehene Regenrückhaltung soll für den gesamten Bereich Bassenbrink und Grove ebenfalls zum Hochwasserschutz beitragen. „Und die Feldstraße werden wir ausbauen“, sagt Heilmann, der auch den Bereich um die Altglascontainer neu ordnen will.
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