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Mehr Geld für Erzieherinnen

Waldkindergarten: Samtgemeinde hebt Bezahlung an + Kommentar Mehr Geld für Erzieherinnen

Die Erzieherinnen des Waldkindergartens bei Feggendorf bekommen mehr Geld. Zumindest für dieses Kindergartenjahr sollen sie auf demselben Niveau entlohnt werden wie die anderen Erzieherinnen in der Samtgemeinde Rodenberg. Dies hat der entsprechende Fachausschuss befürwortet.

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Die Betreuung der Waldkinder wird in diesem Jahr besser bezahlt.

Quelle: Grondstein

Samtgemeinde/Feggendorf. Die Kita hatte zu dem Zweck beantragt, dass der Zuschuss pro Platz seitens der Samtgemeinde angehoben wird. Vertretern von SPD und CDU fehlten Angaben zur Belegung und zu Personalkosten, um über mögliche Mehrausgaben von fast 26 000 Euro pro Jahr zu entscheiden. Harald Schmidt (SPD) wünschte sich mehr Transparenz, und zwar im selben Maß wie bei den kommunalen Kindergärten. Schließlich wünsche sich die Wald-Kita Steuergeld von der Samtgemeinde.

Ratsherren nicht einig

„Wir sind von der Verwaltung zu schlecht informiert, um darüber zu entscheiden“, schimpfte Schmidt. Kita-Fachmann Reinhard Peter verwies auf Datenschutz, denn es gehe schließlich um Löhne, deren Empfänger durchaus leicht identifizierbar seien. Peter verteilte anschließend dennoch die gewünschten Datenblätter.
Problematisch ist für die Samtgemeinde, dass nicht besetzte Plätze höher bezuschusst werden als belegte Plätze, weil zur Bezahlung des Personals auch der Elternanteil von der Kommune übernommen wird. Die Kalkulation dafür ist nämlich auf 30 betreute Kinder ausgelegt, das Gehalt bleibt aber gleich – egal, wie groß die Gruppen wirklich sind. Allerdings werden die Erzieher schlechter bezahlt als in anderen Kitas, wie Karsten Dohmeyer (Grüne) herausstrich. 160 Euro zahlt die Samtgemeinde derzeit pro Platz, 120 Euro zahlen die Eltern. Ein freier Platz kostet die Kommune also 280 Euro.
Elf unbelegte Plätze gibt es momentan. Dies veranlasste Erhard Steege (CDU) zu der Frage, was die Waldkita tut, um mehr Jungen und Mädchen zu gewinnen. Michèle Liebing, Vorsitzende des Trägervereins, wies auf Präsentationen bei Veranstaltungen wie Deistertag und Honigfest hin. Auch die Homepage werde gerade modernisiert. Und es gebe große Secondhandbasare.
Liebing stellte zudem in Aussicht, dass sich die Belegungszahlen demnächst deutlich verbessern. Eine weitere Anhängerin der Waldkita erinnerte daran, dass die Kommune dort keinerlei Reinigungs- und Instandsetzungskosten zu tragen hat.

Kuratorium gefordert

Karsten Dohmeyer (Grüne) sprach sich ebenso wie Ausschussvorsitzender Uwe Budde (SPD) für eine Angleichung der Gehälter an die der übrigen Erzieher aus. Beide plädierten dafür, die Erzieher-Bezüge kurzfristig auf das Niveau der anderen Erzieher anzuheben – vorerst bis Ende des Kindergartenjahres 2016/2017. In den kommenden Jahren soll jeweils bei den Haushaltsberatungen entschieden werden, ob diese Praxis beizubehalten ist. Allerdings soll die Verwaltung eine detaillierte Kostenrechnung zur Wald-Kita erstellen.
Außerdem forderten Steege und Hans-Dieter Brand (SPD), dass ein Kuratorium mit Vertretern von Trägerverein und Kommune gebildet wird. Dazu gibt es in Kürze Gespräche. In den vergangenen Jahren zahlte die Samtgemeinde zwischen 52000 und 54000 Euro Zuschuss für die Wald-Kita. gus

Kommentar

Fürs i-Tüpfelchen

Ob die Erzieherinnen des Waldkindergartens auch ohne den nahenden Wahltermin eine Aufstockung erhalten hätten, sei dahingestellt. Die Samtgemeinde tut aber gut daran, ihnen mehr zu zahlen. Welche Kommune hat schon ein Betreuungs-Angebot vom kuscheligen Dorfkindergarten über die reine Krippe und die moderne I-Kita bis hin zum rustikalen Waldkindergarten als i-Tüpfelchen. Und die Kommune spart auch einiges an Geld. Schließlich musste sie kein Gebäude errichten, weil die Waldkinder nur einen Bauwagen benötigen. Die Reinigung des Wald-Kita-Bereichs liegt darüber hinaus in Händen ehrenamtlicher Helfer.

Von Guido Scholl

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