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Mehr Krippenplätze in der Samtgemeinde

Samtgemeinde Rodenberg Mehr Krippenplätze in der Samtgemeinde

Die Samtgemeinde Rodenberg will die Vorgaben über die Bereitstellung von Krippenplätzen bis zum Jahr 2013 realisieren. Gefordert wird, Betreuungsplätze für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren vorzuhalten.

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Vor einer neuen Verwendung: der vor 35 Jahren eingeweihte Lauenauer Kindergarten „Rappelkiste“.

Quelle: nah

Samtgemeinde Rodenberg (nah). Nach den gegenwärtigen Berechnungen der Verwaltung könnte diese Zahl an Krippenplätzen angesichts vieler Tagesmütter in der Region sogar übertroffen werden.

Eigentlich hat die Samtgemeinde Sorgen mit ihrer vorschulischen Betreuung. Denn die Zahl der Kindergartenkinder (drei bis sechs Jahre) sinkt. Bis 2015 könnten rund 30 Prozent der hiesigen acht Einrichtungen leer stehen. Besonders stark ist der Kindergarten in Pohle gefährdet. Bereits seit 2005 begegnen Politik und Verwaltung dieser Entwicklung mit der Ausweisung von Hort- und Krippenplätzen. Schon jetzt können 49 Krippenkinder in der Samtgemeinde betreut werden. Doch einige Kapazitäten sind frei. „Wir wundern uns“, räumte der zuständige Rathausmitarbeiter Reinhard Peter ein, „wir hatten eine größere Nachfrage erwartet“.

Trotzdem hat die Verwaltung jetzt dem Kindergartenausschuss vorgeschlagen, weitere Krippenplätze auszuweisen. Neben der Erledigung gesetzlicher Forderungen könnten auf diese Weise Personalentlassungen vermieden werden: „Das wollen wir nicht“, machte Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann deutlich. Anderenfalls müssten schon bald zwei Gruppen schließen und deren Erzieherinnen ausscheiden.

Heilmann befürwortet deshalb den totalen Umbau zweier Kindergärten zu reinen Krippen-Einrichtungen. „Sinnvollerweise die beiden ältesten Gebäude“, erklärte er dem Ausschuss, weil diese ohnehin Sanierungsbedarf hätten. Bis 2013 würden solche Umbauten mit bis zu 95 Prozent gefördert.

In Rede stehen die „Rappelkiste“ in Lauenau, die bereits sofort für 30 Kinder umfunktioniert werden könne. Die Kosten belaufen sich auf 250000 Euro. Denkbar sei dies nach Angaben Heilmanns auch für den Rodenberger Kindergarten „Grover Straße“. „Doch da sind wir nicht so weit“, erläuterte er das Mitspracherecht der Kirchengemeinde, auf deren Grundstück das Gebäude steht. Sofern ein Einvernehmen erzielt werde, könnten die Maßnahmen in 2013 erfolgen – noch rechtzeitig, um in den Genuss der Förderung zu gelangen.

Der lange zeitliche Korridor hätte auch den Vorteil für Eltern, ihre „Regelkinder“ von vornherein bei den anderen beiden Einrichtungen in Rodenberg anzumelden. Dennoch, beschied er besorgte Elternanfragen, dürfte sich für einige Kinder ein Ortswechsel nicht vermeiden lassen.

Heilmann zeigte sich jedoch für „Denkmodelle“ offen, ein anderes Konzept für die „Grover Straße“ zu entwickeln. Es mache jedoch keinen Sinn, einen „der neuen Kindergärten als Krippe umzubauen“. Bei einer Enthaltung folgte der Ausschuss dem stufenweisen Ausbauplan für Lauenau und Rodenberg.

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