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Mehr als „Bespaßen“

Jugendtreff rückt näher Mehr als „Bespaßen“

Der Jugendtreff an der Langen Straße 2 in Rodenberg (gegenüber Hotel Stockholm) rückt immer näher. Zwar fiel eine Diskussion zu dem Thema im Ausschuss für Jugend, Kindergarten, Sport und Kultur aus, weil die Jugendbeauftragte Desirée Hofmann erkrankt war. Doch aus einem Konzept, das Hofmann ausgearbeitet hat, geht hervor, dass bereits konkrete Pläne vorliegen.

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Quelle: SN

Samtgemeinde Rodenberg. Zielgruppe sind die Zwölf- bis 18-Jährigen in der Samtgemeinde Rodenberg. Diesen soll ein Raum zur Verfügung gestellt werden, in dem sie sich verlässlich treffen können. Regelmäßige Öffnungszeiten nach Bedarf der Jugendlichen und ein fester Ansprechpartner sind Grundpfeiler des Konzepts. Inhaltlich ist weit mehr als „Bespaßen“ vorgesehen.

 „Der Jugendtreff der Samtgemeinde Rodenberg sollte sich nicht nur als Freizeitinstitution verstehen, sondern auch Aufgaben einer Bildungsinstitution übernehmen und als ,Kommunikationsagentur‘ für Jugendliche in der Samtgemeinde agieren“, heißt in der schriftlichen Ausarbeitung. Die Altersgruppe ab zwölf Jahren begründet Hofmann damit, dass es für Jüngere bereits einige Angebote gibt. Die Rowoki ist beispielsweise speziell auf diese Jungen und Mädchen zugeschnitten.

 Mittlerweile hat der Kreis an Jugendlichen, den Hofmann in ihrem ersten Dreivierteljahr als Jugendbeauftragte um sich geschart hat, die Räume an der Langen Straße 2 besichtigt. Zwar seien ihnen diese auf den ersten Blick etwas eng erschienen. Doch nach längerem Umschauen, machten sich die Jugendlichen bereits Gedanken, wie sie den Treff ausgestalten könnten: Eine Sofa-Ecke, ein Kicker-Tisch und tragbare Raumteiler sollen dort Platz finden.

 Dass die Räume zu anderen Zeiten von weiteren Gruppen genutzt werden – auch Senioren sollen sich dort treffen (wir berichteten) –, störe die Jugendlichen kaum. Mit anderen Institutionen, beispielsweise mit Vereinen und Kirche, könnte zudem über das Belegen größerer Räume für Veranstaltungen gesprochen werden.

 Vom Tisch ist offenbar ein Standort in Lauenau. Das Düvel-Haus dort sei im Gespräch gewesen, doch zwei Treffpunkte scheiden aus, weil die 20 Stunden, die die Jugendpflegerin pro Woche tätig ist, nicht ausreichen, um zwei Treffs zu betreuen. Die Hälfte des Kontingents sei zur Betreuung der Jugendlichen vorgesehen.

 Ein Knackpunkt ist die mögliche Verlagerung des Geschehens nach draußen. In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei Imbisse. Doch dem will Hofmann „mit pädagogischem Geschick“ entgegenwirken, wie sie schreibt.

 Die Politiker diskutierten den schriftlich vorliegenden Bericht nicht. Sie fassten aber den Beschluss, das Budget für die offene Jugendarbeit im Haushaltsplan so zu belassen, wie es im Entwurf vorgegeben war. Die Diskussion über die Ausgestaltung des Treffs wird beizeiten nachgeholt. gus

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