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Messenkamp verliert 14 Prozent

Samtgemeinde Rodenberg / Bevölkerungsrückgang Messenkamp verliert 14 Prozent

Die Samtgemeinde Rodenberg ist in den vergangenen zehn Jahren mit etwas geringerem Prozentsatz geschrumpft als der gesamte Landkreis Schaumburg. Innerhalb der zugehörigen Gemeinden variierte der Bevölkerungsrückgang allerdings stark.

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Den größten Rückgang der Bevölkerung hat Messenkamp zu verzeichnen. Lauenau und Hülsede stehen deutlich besser da.

Quelle: gus

Samtgemeinde Rodenberg. 639 Einwohner hat die Samtgemeinde im Vergleich zu 2003 bis zum Sommer 2012 verloren. 15 332 Menschen wohnten zum Stichtag noch in der Samtgemeinde, 15 961 waren es 2003 gewesen. In 2004 betrug die Einwohnerzahl sogar 16 089, anschließend ging es kontinuierlich bergab. Knapp 4,2 Prozent Bevölkerungsrückgang bedeutet dies, der Landkreis hat im selben Zeitraum 7020 oder 4,4 Prozent an Einwohnern verloren.

Seit 2008 wächst
Hülsede um 15 Bürger

Innerhalb der Samtgemeinde hat es Messenkamp in den zurückliegenden zehn Jahren am heftigsten erwischt. 849 Menschen lebten dort im Jahr 2003, im vergangenen Sommer waren es noch 745. Gemessen am jetzigen Wert macht das Minus von 104 einen Verlust von fast 14 Prozent aus. Die Gemeinde Pohle verlor im gleichen Zeitraum 57 Einwohner (minus 6,2 Prozent), zählt aktuell 896 Bürger. Fast derselbe Prozentsatz gilt für Apelern, das im Vergleichszeitraum ein Minus von 152 (knapp sechs Prozent) registrierte. Im Sommer 2012 gab es 2538 Apelerner.
Der Stadt Rodenberg kamen von 2003 bis 2012 216 oder 3,6 Prozent der Einwohner abhanden, die aktuellste Zahl beträgt 6043 Bürger. Unter den Mitgliedsgemeinden steht für die Stadt erwartungsgemäß der in reinen Zahlen ausgedrückt größte Anteil zu Buche. Den in reinen Zahlen kleinsten Verlust verzeichnete Hülsede mit 31. Bei aktuell 1050 Einwohnern bedeutet dies ein Minus von drei Prozent. Allerdings ist die Gemeinde seit 2008 sogar um 15 Bürger gewachsen.

Prozentual am geringsten fällt der Einwohnerverlust des Fleckens Lauenau aus. Nur zwei Prozent hat die Gemeinde verloren, das sind bei aktuell 4050 Lauenauern in reinen Zahlen 79.

Grundproblem:
Fehlende Geschäftswelt

Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann bewertet die Zahlen vor der generellen Entwicklung als ordentlich. „Speziell bei den drei Großen – und da rechne ich Apelern ausdrücklich dazu – halten wir unsere Zahlen“, so Heilmann. Die kleineren Gemeinden haben naturgemäß größere Probleme. Die Kommunalpolitik versuche, beispielsweise mit Sportstättenbau und Neubaugebieten gegenzusteuern. Doch das Grundproblem sei die fehlende Geschäftswelt. „Den Dorfladen gibt es nicht mehr“, konstatiert Heilmann.

Positiv sieht der Verwaltungschef die Bereitschaft der Deutschen Telekom, auch die Internet-Anbindung der kleineren Orte zu verbessern. In Apelern geschehe dies gerade. Außerdem setzt Heilmann auf das Edeka-Logistikzentrum. 650 Arbeitsplätze sollen da zum Start entstehen, insgesamt sollen es 800 werden. „Edeka wird der größte Arbeitgeber im Landkreis“, betont Heilmann. Davon sollen auch die Gemeinden in Form von Zuzügen profitieren. gus

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