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Mindestlohn verteuert Anrufauto

Samtgemeinde Rodenberg Mindestlohn verteuert Anrufauto

Für das Projekt Anrufauto Rodenberg ist die Einführung des Mindestlohns keine gute Nachricht gewesen – denn die Preise für Taxifahrten steigen.

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Samtgemeinde Rodenberg. Stand das Projekt ohnehin schon unter Beobachtung, weil die Kosten immer weiter anwuchsen, erwartet die Verwaltung nun eine erneute Zunahme des kommunalen Zuschusses.

Wie hoch dieser ausfällt, ist schwierig einzuschätzen. Der zuständige Fachbereichsleiter, Günther Wehrhahn, verweist auf die vielen Variablen in der Rechnung, die dafür anzufertigen wäre. Denn die Samtgemeinde begleicht den Betrag pro Fahrt, der übrig bleibt, wenn das von den Passagieren gezahlte, reduzierte Entgelt vom eigentlichen Fahrpreis abgezogen wird.

Eine Tour mit dem Anrufauto, wobei Taxen der Unternehmen Schaller und Kühl eingesetzt werden, kostet die Fahrgäste innerhalb der Samtgemeinde nur 3,50 (Erwachsene) beziehungsweise zwei Euro (Jugendliche). Für Ziele außerhalb der Kommune gelten höhere Festpreise – etwa zehn Euro für Stadthagen, fünf Euro für Bad Nenndorf.

Diese Sätze bleiben in 2015 unverändert, doch die Taxifahrten werden teurer. Der Kreistag hat die Grundgebühr im Februar wegen des eingeführten Mindestlohns von 2,80 auf 3,40 Euro angehoben, den Kilometer-Preis von 1,60 auf 1,90 Euro. So ergibt sich für eine zehn Kilometer lange Taxifahrt ein Preis von 22,40 Euro gegenüber 18,80 Euro zu Zeiten vor dem Mindestlohn. Das bedeutet eine Erhöhung um gut 19 Prozent.

Allerdings lässt dies nicht den Schluss zu, dass auch der Zuschuss der Samtgemeinde um jene 19 Prozent höher ausfällt. Wehrhahn gibt zu bedenken, dass viele Unbekannte eine Rolle spielen. Die Zahl der Fahrten zu den einzelnen Zielen kann sich beispielsweise verändern. Und für eine Taxi-Tour nach Hameln zahlt die Samtgemeinde einen deutlich höheren Zuschussbetrag als für eine Tour nach Bad Nenndorf. Auch innerhalb der Samtgemeinde fallen die Beträge unterschiedlich aus.

Doch auszugehen sei davon, dass die im Haushalt veranschlagten 40000 Euro Zuschuss nicht ausreichen werden. Die Summe hatte einigen Politikern ohnehin bereits Unbehagen bereitet, weil ursprünglich ein jährlicher Zuschuss von 7500 Euro avisiert worden war. Die Summe war stetig gewachsen.

Der Mindestlohn dürfte dies nun beschleunigen. Daher geht Wehrhahn davon aus, dass in Kürze noch kontroverser über das Anrufauto diskutiert wird. Eine Deckelung der Gesamtsumme ist denkbar, aber auch eine Anhebung der Fahrpreise. gus

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