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Nabu sorgt sich um Greifvögel

Taubenzüchter haben Angst um ihre Tiere Nabu sorgt sich um Greifvögel

Die Klage der Taubenzüchter am Deister über die Dezimierung ihrer Tiere durch Greifvögel (wir berichteten) ist auch dem Naturschutzbund (Nabu) Rodenberg nicht entgangen.

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Jagd auf leichte Beute: Auf dem Speisezettel von Habicht und Co. stehen Zuchttauben ganz oben – zum Ärger der Züchter, die sich um ihre besten Flieger sorgen.

Quelle: pr

SAMTGEMEINDE RODENBERG. Vorsitzender Kai Kietzke hofft darauf, dass die Züchter nicht versuchen, das Problem selbst in die Hand zu nehmen.

Nabu siedelt keine Raubvögel am Deister an

„Der Vogelschutz gehört zu den wichtigsten Anliegen des Nabu“, so Kietzke, und er sei froh, dass sich der Greifvogelbestand nach den starken Dezimierungen in den siebziger Jahren wieder erholt habe. „Damals sind viele Tiere verendet, weil sie über ihre Beute Pflanzenschutzgifte aufgenommen haben“, erklärt der Nabu-Vorsitzende.

Den von Taubenzüchtern geäußerten Vorwurf, dass Naturschützer die Raubvögel am Deister ansiedeln, kann Kietzke nicht nachvollziehen. „Aktiv tun wir gar nichts in dieser Richtung.“ Richtig sei jedoch, dass sich der Nabu für den Schutz der Greifvögel einsetze. „Die stehen aber sowieso alle unter Schutz“, wie Kietzke betont.

Zudem betreue der Nabu im Auftrag des Landkreises Nistkästen für Schleiereulen, in denen auch Turmfalken brüten. „Diese Arten machen aber keine Jagd auf Tauben.“ Die gerissenen Zuchttiere dürften nach Einschätzung von Kietzke in erster Linie auf das Konto des Habichts gehen – dem Nabu-Vogel des Jahres 2015.

Verhindern könne man es nicht, dass die Raubvögel auch Jagd auf Zuchttiere machen. „Ich kenne einige Biolandwirte, die durch Greifvögel bis zu zehn Prozent ihrer Hühner verlieren, weil sie ihre Tiere im Freien halten müssen“, berichtet der Nabu-Vorsitzende. Um den Habicht von den Hühnern fernzuhalten, sei ein Sichtschutz in Form einer Hecke geeignet.

Tauben sind leichte Beute

Angriffe auf Tauben lassen sich nach Einschätzung von Kietzke dagegen kaum vermeiden. „Die werden schließlich im Flug gerissen.“ Erschwerend hinzu komme, dass die Raubvögel sich die am leichtesten zu fangende Beute auswählen. Und daher stehe eine Zuchttaube weit oben auf dem Speisezettel.

Der Nabu empfiehlt Taubenzüchtern auf seiner Homepage, ihre Tiere in geeigneten Volieren und Gehegen zu halten, die Habichten keinen Zugang erlauben. „Beim Freiflug ist aber leider mit einem gewissen Verlust zu rechnen, der aber wegen des überwiegenden öffentlichen Interesses am Schutz der Greifvögel gegenüber den Interessen eines privaten Hobbys zu akzeptieren ist.“

Beim Freiflug von Tauben können nach Angaben des Nabu Verluste reduziert werden, wenn sie nur kurz und mitten am Tag durchgeführt werden. „Besonders wertvolle Zuchtvögel sollten diesem Risiko besser nicht ausgesetzt werden“, empfiehlt der Naturschutzbund. ber

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