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Neue Vorgaben für Hinterbliebene

Friedhöfe in Rodenberg Neue Vorgaben für Hinterbliebene

Angehörige, die auf Friedhöfen der Samtgemeinde Rodenberg eine Grabstelle gemietet haben, müssen sich wohl auf neue Nutzungsregeln einstellen. So soll etwa Grabschmuck auf Urnenrasengräbern künftig entsorgt werden. Die Kosten dafür sollen sich in einer Gebührenerhöhung auf alle Bürger niederschlagen.

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Beim Abräumen von Gräbern kommt es zu Versäumnissen, weshalb nun eine Firma mit solchen Arbeiten betraut werden soll.

Quelle: gus

Samtgemeinde Rodenberg. Das Projekt Friedhofspaten wird fortgesetzt, jedoch nicht in allen vier betreffenden Orten. Dies und mehr ist aus dem Bericht der Verwaltung im Ausschuss für Friedhofsangelegenheiten hervorgegangen. So soll das Ablegen von Grabschmuck an Rasenurnengräbern möglichst unterbunden werden.

Nach einem Vierteljahr mit den Friedhofspaten, die auf geringfügiger Beschäftigungsbasis arbeiten, zog die Kommune ein weitgehend positives Fazit: Auf drei Begräbnisarealen funktioniere die Sache gut, nur auf einem nicht. Von diesem Paten werde sich die Samtgemeinde wohl trennen. In Reinsdorf, Apelern, Rodenberg und Soldorf gibt es diese Art der Kooperation.
195 Sterbefälle hat es im Jahr 2015 gegeben, in 2016 waren es 196 gewesen. Bestattet wurden in 2017 bis November 149 Verstorbene auf den Friedhöfen der Samtgemeinde, wobei die Urnenbegräbnisse zahlenmäßig deutlich an erster Stelle standen – mehr als 100-mal war diese Form gewählt worden. Anfragen wegen muslimischer Bestattungen hat es im Rathaus auch in diesem Jahr nicht gegeben. Das Thema ist zuletzt öfter bei Sitzungen aufgekommen.

Grabschmuck stört beim Mähen

Auf dem Friedhof in Rodenberg wurde ein neues Tor eingefügt, die Tür der Kapelle wurde neu gestrichen. Der Schuttabladeplatz in Lauenau wurde mit Schildern versehen, damit dort keine Gestecke und anderer Grabschmuck mehr abgelegt werden – dies war im vergangenen Jahr von Politikern gefordert worden.
Bei einer Besichtigung aller Friedhöfe durch den Fachausschuss waren einige Urnengräber moniert worden. „Die Bereiche der Rasengräber sind so zu gestalten, dass die Ablage von Gestecken, ausschließlich an einen zentralen Platz erfolgen muss“, lautete ein Vorschlag der Verwaltung dazu. Das Ablegen von Grabschmuck auf Urnenrasengräbern ist auf den Friedhöfen nämlich nicht gestattet, weil dies beim Mähen stört.

Hans-Dieter Brand (SPD) war für ein entsprechendes Hinweisschild, dass der Grabschmuck lediglich an der zentralen Stelle erlaubt ist. Was trotzdem auf die Grabplatten gestellt wird, könne dann vom Bauhof entsorgt werden.
Da es weiterhin zu Versäumnissen und Fehlverhalten beim Abräumen von Gräbern kommt, sollen diese Arbeiten fortan von einer Fachfirma übernommen werden, so der Beschlussvorschlag im Ausschuss. Die Kosten, die damit anfallen, sollen sich in einer Gebührenanpassung für alle Bürger niederschlagen, bestätigte Vorsitzender Franz-Wilhelm Riechers (WGSR). Wilfried Mundt (SPD) sprach sich dagegen aus.

Baufachbereichsleiter Jörg Döpke erklärte, dass die Einebnung von Gräbern ohnehin meist von den Angehörigen an Firmen vergeben wird, da unter Grabsteinen Fundamente mit einem Volumen von einem halben Kubikmeter zu entfernen sind. Daher müsste wohl niemand wirklich mehr zahlen. Etwa 250 Euro kostet ein solcher Vorgang laut Verwaltung.
Der Ausschuss votierte für das Schild und die Vergabe des Abräumens an eine Fremdfirma. Auch das von Brand skizzierte Verfahren hinsichtlich der Rasenurnengräber stieß auf Zustimmung im Gremium. gus

Auch sonnabends unter die Erde

Die Möglichkeit für Sonnabendbestattungen auf den eigenen Friedhöfen hat der zuständige Fachausschuss auch empfohlen. Der Rat muss dieses Votum noch bestätigen. Ein Bestattungsunternehmen hatte solche Sonder-Terminwünsche offenbar des Öfteren eingereicht.
Nun sollte die Erlaubnis auch auf alle übrigen Unternehmen dieses Berufsfelds ausgeweitet werden. Die Verwaltung sah den Sonnabend kritisch, weil im Winter beispielsweise pflichtmäßig ein Streu- und Räumdienst eingerichtet werden müsste. Dem folgte die Politik nicht. r

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