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Nicht ins eigene Fleisch schneiden

Waldfriedhof Nicht ins eigene Fleisch schneiden

Viel Bewegung herrscht derzeit in der Friedhofslandschaft der Samtgemeinde Rodenberg. Nicht nur, weil zunehmend neue Begräbnisformen ermöglicht werden. Der Fachausschuss hat sich kürzlich mit einem eher überraschenden Vorstoß befasst und Geld der Kommune für einen geplanten Waldfriedhof verweigert.

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Von Reinsdorf aus soll der Ruheforst zugänglich gemacht werden.

Quelle: gus

Samtgemeinde Rodenberg. Das Unternehmen Ruheforst will im Bückeberg einen Waldfriedhof errichten (wir berichteten). Dazu kooperiert das Unternehmen mit der Klosterkammer. Zwar befände sich der Friedhof auf dem Stadthäger Gebiet des Höhenzugs, doch die Erschließung soll von Reinsdorf aus erfolgen. Die Bitte von Ruheforst lautete, dass die Samtgemeinde 20000 Euro für die Ertüchtigung eines Waldwegs zwecks Erschließung bezahlt. Dies lehnten Politiker während der Sitzung des Ausschusses für Friedhofsangelegenheiten rundweg ab.

Karsten Dohmeyer (Grüne) plädierte dafür, das Geld nicht in die Hand nehmen, weil Ruheforst und Klosterkammer dem eigenen geplanten Waldfriedhof bei Lauenau Konkurrenz machen würden. „Wir würden uns ja ins eigene Fleisch schneiden“, sagte der Grünen-Ratsherr.

Denn den nicht ganz unumstrittenen Waldfriedhof am Lauenauer Ehrenmal soll die Samtgemeinde in Eigenregie betreiben. Je mehr dieser Ort genutzt wird, desto höher die Gebühreneinnahmen der Kommune, wobei der Pflegeaufwand wohl unabhängig von der Zahl der bestatteten Urnen wäre. Ließen sich aber Rodenberger auf dem Ruheforst begraben, ginge dies zulasten der Einnahmen. Dafür auch noch 20.000 Euro zu zahlen, machte aus Sicht der Ratsleute wenig Sinn.

Alternativen in Bückeburg und Wennigsen

Nicole Wehner (Wählergemeinschaft WGSR) war der Ansicht, dass die Verwaltung dem Unternehmen Ruheforst deutlich machen sollte, dass die Kommune selbst einen Begräbniswald plant. Vielleicht ziehe dieses sein Bestreben dann zurück. Das Friedhofsamt soll das Unternehmen nun in Kenntnis der jüngsten Beschlüsse zum Thema Baumbestattungen und Waldfriedhof setzen. Ruheforst hatte eingangs dieser Debatte noch abgelehnt, in der Nähe Rodenbergs tätig zu werden, weil es bereits in Bückeburg und in Wennigsen kommerzielle Waldfriedhöfe gibt.

Diskutiert wurde auch über die grundlegende Haltung zum Thema kommunaler Waldfriedhof. „Einige Politiker haben eine grundsätzlich konträre Meinung in dieser Sache im Vergleich zu unserem Herrn Samtgemeindebürgermeister“, sagte Dohmeyer mit Blick auf den mehrheitlichen Beschluss, eine solche Begräbnisstätte einzurichten. „Das ist ja nichts schlimmes“, entgegnete Ausschussvorsitzender Franz-Wilhelm Riechers (WGSR). Bei der Abstimmung hatte nur die CDU gegen das Vorhaben gestimmt. Hudalla war nicht anwesend und hätte auch kein Stimmrecht gehabt. gus

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