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Nur wenig Interesse am Kirchenvorstand

Mühsame Suche Nur wenig Interesse am Kirchenvorstand

Hinter den Kirchenvorständen der beiden evangelischen Gemeinden Lauenau und Hülsede liegen schwierige Wochen. Weil am 11. März die neuen Gremien für die nächsten sechs Jahre gewählt werden müssen, wurden Kandidaten gesucht. „Ein mühsames Geschäft“, klagt Messenkamps Kapellenvorsteher, Axel Pollmann, unter zustimmendem Nicken der Anwesenden.

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Zumindest zwei Neulinge für den Kirchenvorstand: Finn Kallikat und Melanie Meyer.

Quelle: nah

Samtgemeinde Rodenberg. 15 Positionen müssen besetzt werden: neun in Lauenau, vier in Hülsede und zwei in Messenkamp. 13 Frauen und Männer machen weiter. Herbert Meier (Hülsede) scheidet nach 30 Jahren auf eigenen Wunsch aus. Vakant ist seit einigen Wochen der Platz der verstorbenen Hildburg Peickert (Lauenau).

Zwei neue Bewerber

Gerade einmal zwei neue Bewerber sind gefunden worden. In Lauenau kandidiert Finn Kallikat (27), in Messenkamp und damit zugleich auch für Hülsede Melanie Meyer (32). „Zum Glück junge Leute“, atmet die Hülsederin Ursel Haats auf.
Warum das kirchliche Ehrenamt so wenig attraktiv scheint, könnte an der langen Amtszeit liegen, vermutet Kirchenvorstandsvorsitzende Nicole Bruns. Sechs Jahre seien schon eine Herausforderung. Hinzu komme, dass Kirche „eben nicht sonderlich attraktiv“ sei. „Mir macht das jetzt erst richtig Spaß“, verrät die Lauenauerin Sigrid Grumblies, die nach 18 Jahren eine weitere Periode mitmachen möchte. „Am Anfang fehlt einem doch der Durchblick. Wir wollen den Neuen mehr Hilfestellung geben“, erklärt sie.

Dass die kommenden sechs Jahre spannend würden, glaubt Bruns in jedem Fall. „Mit dem neuen Pastor bekommen wir eine ganz große Aufgabe“, meint sie. Man müsse sich gegenseitig „einspielen“. Von beiden Seiten werde es Impulse geben.

Herbert Meier sieht das alles mit Gelassenheit. Er blickt gern zurück auf die zurückliegenden fünf Wahlperioden mit ihren oft schwierigen Entscheidungen in Hülsede: der Wegfall der eigenen Pfarrstelle, der bauliche Aufwand in der St.-Ägidien-Kirche. „Was hatten wir für harte Diskussionen um die Zukunft des Pfarrhauses“, erinnert er an die Debatte um Verkauf oder Erhalt. „Wir haben uns durchgesetzt“, freut er sich über die wohl größte Leistung seiner langen Tätigkeit, dem historischen Gebäude neues Leben gegeben zu haben – bis hin zur Kinderkrippe.

Rodenberg hat mehr Bewerber

In anderer Hinsicht nimmt Meier kein Blatt vor den Mund. „Wir könnten uns doch die ganze Wählerei sparen, weil doch alle Bewerber automatisch in den Kirchenvorstand kommen“, sagt er. Da nickt auch Pastor Ralf Janßen, der als Vakanzvertreter in den beiden Kirchspielen eingesetzt ist. „Die Wahlen sind mit viel Aufwand verbunden“, sagt Janßen. In seiner Gemeinde in Rodenberg aber stehen die Gläubigen vor einer echten Entscheidung am 11. März. Dort gibt es 50 Prozent mehr Bewerber als Plätze. nah

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