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Problemzone Feldrand

Samtgemeinde Rodenberg Problemzone Feldrand

Dem Randfraß an Feldwegen und Böschungen wollen die Grünen in der Samtgemeinde Rodenberg ein Ende bereiten. Daher haben sie eine exakte Erfassung aller vorhandenen oder bereits verschwundenen Wege in der Feldmark auf den Weg gebracht. Das Unterfangen gestaltet sich allerdings nicht ganz einfach.

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Quelle: Symbolfoto

Samtgemeinde Rodenberg. Elisabeth Rautenberg-Röver hat den Vorstoß zunächst für den Ort Kleinhegesdorf gewagt. Das Dörfchen in der Gemeinde Apelern hat bereits eine gewisse Berühmtheit erlangt, weil dort ein Feldweg quasi von einer Hecke „gefressen“ worden ist (wir berichteten). Der Streit um den Rückschnitt des Gewächses, der die Verbindungsachse wieder herstellen würde, ist nach wie vor ein heikler Streitfall.

Doch Rautenberg-Röver möchte das Problem in Gänze anpacken, denn ihr geht es auch darum, dass der Lebensraum entlang der Wege und Gewässer erhalten bleibt oder besser: wiederhergestellt wird. Sie erinnert sich an Spaziergänge in Kindertagen, als in solchen Biotopen noch Kaninchen und Rebhühner zu beobachten waren. Das ist heutzutage undenkbar. Außerdem sind Feldraine auch wichtige Lebensräume für Insekten.

„Manche Landwirte mähen bis an die Asphaltkante. Das meinen die auch gar nicht böse, das entspringt mehr einem gewissen Ordnungssinn“, erklärt die Grünen-Politikerin, die betont, selbst Wurzeln in der Landwirtschaft zu haben. Sie wolle auch niemanden an den Pranger stellen. Doch der Schutz der Lebensräume sei wichtig. Zur Not müssten Ertragsausfälle irgendwie ausgeglichen werden, wenn Landwirte mehr Abstand zu den Gräben und Wegen halten müssen.

Zunächst einmal ist aber beabsichtigt, die Wege alle zu erfassen – bei den Gewässern ist das nicht nötig, weil der zuständige Unterhaltungsverband ohnehin ein Auge darauf hat. Daher hat Rautenberg-Röver selbst einen Antrag für die Gemeinde Apelern eingereicht, alle in kommunalem Besitz stehende Wege zu kartieren. Dasselbe haben Matthias Schellhaus für Rodenberg und Michael Ensslen für Hülsede getan, wie sie gegenüber dieser Zeitung erklärten. Die anderen Gemeinden sollen folgen.

Liegen die Pläne vor, könnten Grenzverletzungen erforscht und rückgängig gemacht werden. Dies hat auf Betreiben des Soldorfers Gerhard Hurek bereits einmal am Deisterhang bei Rodenberg geklappt, wo ein überpflügter Feldweg im Jahr 2015 wieder angelegt wurde.

Allerdings ist das Erstellen des Verzeichnisses nicht einfach, wie Schellhaus erklärt. Für einen Abruf per Mausklick sei die Software der Verwaltung nicht ausgelegt. Unter anderem müssten die Namen der privaten Eigentümer getilgt werden, weil sie die Öffentlichkeit nichts angehen. Die Arbeit erweise sich für das Rathaus als ausgesprochen aufwändig, wie der Grünen-Politiker erfahren hat. Die Aufgabe extern erledigen zu lassen würde nach Schätzung der verwaltung etwa 20000 Euro kosten. gus

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