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Raubvögel machen Züchtern das Leben schwer

Tauben-Massaker Raubvögel machen Züchtern das Leben schwer

Die Taubenzüchter in der Samtgemeinde Rodenberg haben ein Problem: Mit Vorliebe fangen Greifvögel ihre besten Zuchttiere weg. Deshalb wünschen sich die Vogelliebhaber, dass nicht unnötig weitere Räuber rund um Deister und Süntel angesiedelt werden.

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Die Überreste von Taube „Nummer 30“.

Quelle: pr.

Samtgemeinde Rodenberg. Itze Korf, Vorsitzender des Zuchtvereins „Kehr wieder“ Pohle, ist besonders gebeutelt. Gerade erst hat es seine beste Taube erwischt („Nummer 30“). Das Tier hätte bei einer Auktion gut und gern 1000 Euro eingebracht, sagt der routinierte Züchter. Sie endete im Schnabel eines Greifvogels.

50 Tauben pro Jahr verliert Korf nach eigener Schätzung an Sperber, Habichte und Falken. Vor kurzem verscheuchte ein Räuber mit einem einzigen Angriff 13 Jungtauben, fünf weitere wurden verletzt. Von den 13 fehlt jede Spur. Das Problem kennen auch Klaus Preuß und Heinrich Freise, ebenfalls Mitglieder bei „Kehr wieder“. Sie geben an, pro Jahr etwa 15 Tauben einzubüßen, weil Raubvögel zuschlagen.

Das Phänomen habe stetig zugenommen, sodass die Züchter ihre Saison bereits auf die Monate April bis Oktober beschränkt haben. In dieser Zeitspanne lassen sie ihre Schwärme nur unter verschärfter Kontrolle losziehen – nähert sich ein Falke, Habicht oder Sperber, erzeugen die Züchter großen Lärm. Das vertreibt die Räuber so lange, dass sich die Tauben auf die Reise begeben können.

Doch das nächste Problem ist die Rückkehr. Denn die Raubvögel lauern auf die leichte Beute. Und die besten Tauben gehen ihnen am ehesten in die Fänge, weil sie stets allein vornweg fliegen wie Freise erklärt. Offenbar schmeckt den Greifen das Fleisch auch besser, denn sie bevorzugen nach der Erfahrung der Züchter Zuchttauben gegenüber Wildtauben.

Der Bundesverband der Brieftaubenzüchter hat die Notlage längst erkannt. Im Verbandsblatt wird regelmäßig darüber berichtet, dass beispielsweise unter künstlich angesiedelten Greifvögelhorsten bisweilen Dutzende Ringe von Brieftauben gefunden werden.

Das müsste nicht sein, sind sich die hiesigen Züchter sicher, die betonen, Greifvögel als schöne Tiere zu schätzen. Ihre Population sei aber schlichtweg aus dem Ruder gelaufen, seit der Mensch sie nicht mehr jagen darf, erläutert Preuß. Dies solle auch nicht geändert werden. Doch er plädiert wie seine beiden Kollegen dagegen, dass Umweltschützer weiter Sperber, Habichte und Wanderfalken an Deister und Süntel ansiedeln. Es gebe dort genug dieser Vögel.

Denn langsam erlahme der Betrieb der Taubenzüchter. Korf: „Der Nachwuchs bricht immer mehr weg.“ gus

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