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SPD Sieger mit Verlusten

WGSR ist der Gewinner des Wahlabends SPD Sieger mit Verlusten

Die Gewinner der Kommunalwahl in der Samtgemeinde Rodenberg sind die Wählergemeinschaften. Einerseits legte die Wählergemeinschaft Samtgemeinde Rodenberg (WGSR) um etwa zwölf Prozentpunkte zu. Außerdem zieht wohl auch die Gegenwind-Wählergruppe aus Hülsede in den Samtgemeinderat ein.

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Im Trauzimmer des Rodenberger Rathauses sind schnell alle Stühle besetzt. Die Zuschauer – sowohl kommunale Mandatsträger und neue Kandidaten als auch reine Beobachter – verfolgen gespannt, wie die Kreis-, Samtgemeinde- und Gemeindewahlen ausgehen. Dabei geht es humorvoll zu, und es wird viel telefoniert.

Quelle: gus

Samtgemeinde Rodenberg. Das Auszählen der Stimmen zog sich am Sonntag enorm hin, speziell die Auswertung der 1770 Briefwahlumschläge dauerte lange. Bei Druckschluss dieser Ausgabe lag die SPD mit 38,3 Prozent vorn, büßte gegenüber 2011 aber 8,3 Prozentpunkte ein. Die CDU kam auf 26 Prozent, rund drei Prozent weniger als vor fünf Jahren. Die WGSR legte auf 20,3 Prozent zu. Die Grünen kamen auf 8,7, die Gegenwind-Gruppe auf 3,2, die FDP auf 2,1 und WIR auf 1,4 Prozent. Offen waren da noch fünf Briefwahlbezirke.
Faktischer Wahlsieger war somit aber erneut – und das mit Vorsprung – die SPD. Der Samtgemeindeverbandsvorsitzende, Uwe Märtens, war auch trotz der verluste nicht unzufrieden. „Angesichts der stärker werdenden Wählergemeinschaft finde ich das Ergebnis der SPD sehr gut“, betonte Märtens noch am Abend.
Speziell vor der Arbeit der Ortsvereine Apelern, Lauenau und Messenkamp ziehe er den Hut. Diese hätten unter erschwerten Bedingungen ihre Ergebnisse mehr oder weniger bestätigt. In Apelern habe der verstorbene Heinrich Oppenhausen beispielsweise als Zugpferd gefehlt – „die junge Truppe“ dort habe sich dennoch beachtlich geschlagen. Eine Auswertung des Ergebnissesfür die Stadt Rodenberg steht innerhalb der SPD noch aus.
Regelrecht begeistert war Ralf Sassmann, Sprecher der WGSR. Die Steigerung um zwölf Prozentpunkte gegenüber dem Urnengang von 2011 sei beeindruckend. Als „super Ergebnis“ bewertete er den Wahlausgang in der Stadt Rodenberg. Dass die WGR dort nun mit Abstand stärkste Kraft ist, wertet Sassmann als Signal, auch als Bürgermeister weiter zu machen. „Ich stehe zur Verfügung“, sagte Sassmann. Gewählt werde der Bürgermeister aber vom Rat.
CDU-Samtgemeindeverbandsvorsitzende Patricia Kasper zeigte sich am Wahlabend enttäuscht. Die 26 Prozent auf Ebene der Samtgemeinde seien „okay, aber nicht das, was wir wollten“, sagte sie. Innerhalb der Samtgemeinde-CDU sei ein negativer Einfluss durch die Bundespolitik erwartet worden, weil viele Wähler mit der Abreit der Kanzelrin nicht mehr zufrieden seien. Dieser Effekt sei wohl ausgeblieben.
Auf Stadtebene hat die CDU einen Sitz verloren. Dass die Wählergemeinschaft fast 95 Prozent ihrer Stimmen über den Kandidaten Ralf Sassmann geholt hat, findet Kasper unschön. So ziehe auch jemand mit 22 Stimmen in den Rat ein. „Aber das ist Demokratie“, sagt sie.
Bei den Gemeinderatswahlen in Messenkamp setzte sich die SPD mit 58,4 Prozent vor der neuen Wählergemeinschaft durch, die auf 34,3 Prrozent der Stimmen kam. Die Grünen erreichten 7,3 Prozent. In Pohle siegte die CDU mit 56,4 Prozent vor der SPD (43,6).
In Apelern lag die SPD trotz Verlusten deutlich vorn, kam auf 45,5 Prozent. Zweitstärkste Kraft wurde die CDU mit 21,6 Prozent vor der Wählergemeinschaft mit 18,6 Prozent. Die Wahl in Hülsede gewann die SPD mit 46,5 Prozent vor der CDU (27,7) und der Gegenwind-Gruppe (20,7).

gus

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