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SPD stellt die Stilfrage

Reaktion auf Verwaltungs-Umbildung SPD stellt die Stilfrage

Die Spitze der SPD-Samtgemeinderatsfraktion hat die überraschende Umbildung der Verwaltung zum Anlass genommen, Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla zu einem Kurswechsel aufzurufen.

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Quelle: SN

Samtgemeinde Rodenberg. Die Sozialdemokraten kritisieren dessen bisherigen Umgang mit der größten Ratsfraktion und vermissen Führungsstärke.

 Nach wie vor prangern die SPD-Politiker an, dass offenbar alle Beteiligten im Rathaus – mit Ausnahme Hudallas – von der Umbildung der Fachbereiche (wir berichteten) überrascht wurden. SPD-Sprecher Hans-Dieter Brand sagte gegenüber dieser Zeitung, er habe am vergangenen Mittwoch gegen 11 Uhr mit Hudalla gesprochen, aber von dem bevorstehenden Schritt nichts erfahren. Um 16.01 Uhr sei dann die E-Mail in Hudallas Auftrag versandt worden, wonach es einen neuen Fachbereich gibt und der bisherige Kämmerer, Sven Janisch, eine andere Abteilung leiten soll.

 Nicht nur, dass auch die unmittelbar Betroffenen erst am Mittwoch informiert wurden, ärgert die SPD. Auch die künftige Besoldung werde quasi durch die Hintertür festgelegt. Denn der Rat habe im kommenden Frühjahr kaum eine Möglichkeit, gegen den dann zur Debatte stehenden Stellenplan 2016 zu stimmen. Bis dahin werde der neue Fachbereichsleiter, Rainer Langhals, wohl fürs selbe Geld wie bisher arbeiten. Einer Höherbesoldung könne die Politik anschließend jedoch nur widersprechen, wenn gravierende Fehler passierten. Damit rechne niemand. Mehr Geld sei Langhals auch gegönnt, betont Uwe Budde, SPD-Mann aus Feggendorf. Doch der Rat werde im Prinzip übergangen.

 Dies fügt sich für die SPD in eine Reihe ärgerlicher Vorfälle ein. „Die Führungskompetenz ist unterdurchschnittlich“, attestiert Brand. Denn während Hudalla jetzt einen Alleingang wage, lasse er sich sonst allzu oft von CDU und Grünen beeinflussen und stimme in Sitzungen zum selben Thema mal so oder so ab. Eine klare Linie und „Visionen“, wie es Brand formuliert, fehlten indes.

 Die SPD soll vom Verwaltungschef künftig bei wichtigen Entscheidungen früh ins Boot geholt werden, fordert auch der Messenkämper SPD-Politiker Frank Witte. Wichtige Themen stehen auf der Agenda: Feuerwehrbedarfsplan, Finanzausgleich kleiner Gemeinden und Personalplanung. Gerade weil sich die SPD das Thema Rathauspersonal bereits auf die Fahnen geschrieben habe, sei die Ad-hoc-Umstellung umso ärgerlicher. Der Verwaltungschef darf das, weiß Brand. Doch es stelle sich auch die Stilfrage. gus

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