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Sauberer Strom fürs Klärwerk

Samtgemeinde Rodenberg Sauberer Strom fürs Klärwerk

Die Samtgemeinde Rodenberg könnte bald 15 Prozent des benötigten Stroms für die Kläranlage selbst und noch dazu regenerativ produzieren.

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Quelle: Symbolfoto

Samtgemeinde Rodenberg. Der Betriebsausschuss des Samtgemeinderates hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die sich eignenden Flächen auf Dächern und Wiese mit Photovoltaikanlagen zu bestücken.

Die Verwaltung war ihrem Auftrag auf Antrag der Grünen nachgekommen, die Möglichkeiten der Installation zu überprüfen. Der technische Leiter der Eigenbetriebe, Björn Ladage, hat ermittelt, dass die zur Verfügung stehenden Flächen eine Anlage zuließen, die rund 82000 Kilowatt pro Jahr erzeugt. Der Gesamtverbrauch der Kläranlage liegt bei 550000 Kilowatt per anno.

Da die Einspeisevergütung geringer wäre als die Ersparnis durch Eigenverbrauch, soll der erzeugte Strom vollständig für den Eigenverbrauch genutzt werden. Die Kosten für die Module und Installation liegen laut Verwaltung bei 160000 Euro. Durch die Einsparungen ließen sich nach deren Dafürhalten Tilgung und Zinsen finanzieren. Mithilfe der Stromproduktion der Photovoltaikanlage würden jährlich zudem CO2-Emissionen von rund 46,7 Tonnen eingespart werden.

Ladage hat in der Betrachtung eine Laufzeit von 20 Jahren unterlegt. Verwaltung und Politik sind sich aber sicher, dass eine entsprechend hochwertige Anlage auch länger laufen könne. In den Gesamtkosten hat Ladage auch die Anschaffung von Wechselrichtern eingepreist. Diese würden erfahrungsgemäß nach einiger Zeit ersetzt werden müssen.

Während sich die Samtgemeinde schwer tue mit Windenergie und Biogas, sei diese Solaranlage an einer Stelle, „wo sie keinen stört“, sinnvoll, meinte Udo Meyer. „Deshalb wollen wir das unterstützen, auch wenn es nicht unsere Idee war“, fügte Meyer hinzu. „Wir stehen auch dazu“, sagte Herbert Weibels (SPD), „aber was passiert nach 20 Jahren?“, befürchtet er eine teure Entsorgung der Anlage.

Die Grünen, die den Antrag eingebracht hatten, sehen in dieser Hinsicht keine Probleme. Die Module bestünden im Wesentlichen aus Glas, Aluminium und Silizium, sagte Karsten Dohmeyer (Grüne), der sich sichtlich freute über die Ergebnisse der Verwaltung – und darüber, „dass wir endlich umsetzen können, was wir in Bund, Land und Kreistag bereits beschlossen haben“. bab

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