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Schlagabtausch wegen Buchungsfehlern

Grüne und SPD geraten aneinander Schlagabtausch wegen Buchungsfehlern

Einen verbalen Schlagabtausch haben sich im Samtgemeinderat der Grünen-Sprecher Karsten Dohmeyer und der SPD-Fraktionschef Hans-Dieter Brand geliefert. Im Kern ging es um seit Jahren bestehende Schwierigkeiten in der Kämmerei. Wie dabei bekannt wurde, arbeitet seit der Einführung der Doppik die dafür eingesetzte Software fehlerhaft.

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Samtgemeinde Rodenberg (gus). Doch Grüne und SPD führten auch ihren fast ebenso alten Grabenkampf im Samtgemeinderat fort. Dohmeyer richtete zunächst im Stil eines Juristen Fragen an Verwaltungschef Georg Hudalla. Gibt es Abweichungen in der Finanzbuchhaltung, und seit wann gibt es sie? Dies bejahte Hudalla und erklärte, dass seit Einführung der Doppik in 2011 ein Computerprogramm nicht korrekt funktioniere. Dohmeyer weiter: „Wurde der Samtgemeindeausschuss davon in Kenntnis gesetzt?“ Hudalla lehnte eine Replik mit dem Hinweis ab, dass Dohmeyer selbst wisse, dass dem nicht so ist. „Wie groß sind die Abweichungen?“, bohrte der Grüne weiter. „Zwei bis drei Millionen Euro“, lautete die Antwort.

 Sah es zunächst für Außenstehende so aus, als wolle Dohmeyer Hudalla in die Enge treiben, wechselte der Lauenauer dann den Kurs: „Was hat ihr Amtsvorgänger getan, um das Problem zu beheben?“ Doch Hudalla vermied es, gegen den bis 2014 amtierenden Uwe Heilmann zu schießen und wich aus: „Den Begriff Problem würde er nicht verwenden.“

 Dann trat Brand in den Ring. „Herr Dohmeyer, Sie sind ein Erbschleicher“, sagte der Rodenberger, der seinem Gegenüber unterstellte, aus einem SPD-Antrag im nicht öffentlichen Samtgemeindeausschuss abgeschrieben zu haben. Dieser habe den angesprochenen Missstand erst bekannt gemacht. Kassenwirksame Auswirkungen ergeben sich zudem gar nicht, so Brand.

 „Ich freue mich über ihr Engagement zu diesem Thema, das bis Ende 2014 so ja nicht erkennbar war“, konterte Dohmeyer. Brand hinterfragte daraufhin den Sinn der „öffentlichen Show“ des Grünen. Dies ließ Dohmeyer an sich abprallen: Die Öffentlichkeit solle über diese gravierenden Abweichungen informiert werden. Außerdem habe das Beheben des Problems durchaus bereits Kosten verursacht. Und es dürften noch weitere hinzukommen.

 Uwe Märtens (SPD) versuchte, die Sachargumente in den Mittelpunkt zu rücken, und forderte klare Worte dazu, ob nicht tatsächlich Geld im Samtgemeindesäckel fehlt. Dem kam Hudalla nach. Es gebe fehlerhafte Buchungen, die jetzt mit viel Aufwand nachträglich korrigiert werden müssen. Unter anderem seien Sozialbeiträge doppelt verbucht worden. Im Rathaus sei seinerzeit zu optimistisch gedacht worden, als davon ausgegangen worden sei, dass die Umstellung auf Doppik leicht von der Hand geht.

 Ob die mit dem Softwareproblem verbundene Mehrarbeit Auswirkungen auf die sonstigen Arbeiten der Kämmerei hatte, blieb offen. Zuletzt hatte es Kritik daran gegeben, dass die Eröffnungsbilanzen der Gemeinden so lange auf sich warten ließen.

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