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Sechs Löschzüge sind das Muss

Samtgemeinde Rodenberg / Herausforderung Sechs Löschzüge sind das Muss

Wenn in der Rettungsleitstelle ein Alarm aus dem Regionallager der Edeka Minden-Hannover eingeht, sind auf einen Schlag zwei Drittel der Kapazitäten der Feuerwehren in der Samtgemeinde Rodenberg aufgebraucht.

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Bei Einsätzen im Edeka-Regionallager werden immer mindestens vier von sechs Löschzügen der Samtgemeinde-Feuerwehr eingesetzt. 

Quelle: on

Von Oliver Nowak

Samtgemeinde Rodenberg. Dies stellt die wegen der Autobahn ohnehin stark beanspruchten Wehren vor neue Herausforderungen. „Bei einem Einsatz an dem Großobjekt müssen im ersten Absatz vier Löschzüge ausrücken“, sagt Gemeindebrandmeister Jürgen Wilkening. Lediglich zwei weitere Löschzüge stünden dann noch in der Samtgemeinde Rodenberg für weitere Einsätze oder als Verstärkung am Regionallager zur Verfügung. Wenn zeitgleich weitere Alarmierungen eingehen würden, sei die Hilfe von Feuerwehren der Nachbargemeinden nötig.

„Dann muss man in Kauf nehmen, dass die Anfahrt zum Einsatzort auch länger dauert“, gibt Wilkening zu bedenken. Dennoch seien die Feuerwehren der Samtgemeinde mit dem Logistiklager nicht überfordert. Vier Einsätze verzeichnete Wilkening im laufenden Jahr an dem Regionallager. „Vier Einsätze machen den Kohl nicht fett“, sagt der Gemeindebrandmeister, der jährlich etwa 200 „Aufbietungen“ der Feuerwehr registriert.

Allerdings müsse die Samtgemeinde sich darüber im Klaren sein, dass wegen des Logistiklagers auch immer sechs einsatzbereite Löschzüge vorgehalten werden müssen. Gute Arbeit habe die Kommune in Hinsicht auf die technische Ausstattung geleistet. „Was wir an Technik haben, dahinter können sich andere Gemeinden nur verstecken“, beschreibt der Gemeindebrandmeister den Ausstattungsstandard seiner Einsatzzüge.

Die hervorragende Ausrüstung seiner Feuerwehren sei auch Grund dafür, dass sich in der Samtgemeinde kein Mangel beim Feuerwehrnachwuchs abzeichne. Etwa 460 Aktive werden konstant verzeichnet. Und obwohl viele Feuerwehrmänner außerhalb arbeiten, wäre bei einem Einsatz tagsüber noch kein Fahrzeug stehen geblieben. „Wir alarmieren auch immer ein Fahrzeug mehr, damit wir mit Sicherheit die Sollstärke bei Einsätzen erreichen“, sagt Wilkening.

Um genügend Nachwuchskräfte vorhalten zu können, müssten die Wehren allerdings auch gezielt für sich werben. Das sei vor 30 Jahren noch ganz anders gewesen. Doch bei der Vielzahl an Freizeitangeboten heutzutage müsse die Feuerwehr eben ihr Bestes für die Nachwuchsgewinnung tun. Mit gutem Beispiel vorangehen und qualifizierte Führungskräfte ausbilden, die für die Arbeit in der Feuerwehr motivieren, gehöre dazu.

Denn eines sei klar: Eine Berufsfeuerwehr mit etwa 400 Beschäftigten, die Tag und Nacht die Einsatzbereitschaft von vier Löschzügen sicherstellt, könne sich keine Gemeinde leisten.

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