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Seniorenbeirat diskutiert über Klinikum

Samtgemeinde Rodenberg Seniorenbeirat diskutiert über Klinikum

Ist das neue Klinikum bei Vehlen gut oder schlecht für die Einwohner der Samtgemeinde Rodenberg? Diese Frage hat der Seniorenbeirat kontrovers diskutiert. Zu Gast war Kreistagsmitglied Wolfgang Kölling (SPD).

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Samtgemeinde Rodenberg. „Für die Zusammenlegung war ich immer, für den Standort bin ich noch heute nicht so richtig“, sagte Kölling, der den Werdegang der Fusion der drei Krankenhäuser Stadthagen, Bückeburg und Rinteln kurz zusammenfasste. Vor allem die steigenden Kosten seien der Grund gewesen, warum der Landkreis diesen Schritt gegangen ist. Kölling mahnte an, die Anbindung des Klinikums mit öffentlichen Verkehrsmitteln noch zu verbessern. Notfalltransporte aus Richtung Lauenau über die Bergkette seien beispielsweise problematisch.

Das Klinikum sei von einzelnen Orten in der Samtgemeinde Rodenberg 32 Kilometer entfernt. Eine Lanze brach der SPD-Politiker für das Rettungswesen im Schaumburger Land, das seines Wissens gut funktioniert. Vor knapp zwei Jahren habe er sich davon selbst überzeugen müssen – seine Erfahrung: Er sei bis zur Ankunft im Stadthäger Krankenhaus optimal versorgt worden, beim Eintreffen habe in der Notaufnahme alles bereitgestanden.

Beiratsvorsitzender Wilhelm Gerland zitierte aus einem Bericht in der SN-Beilage „Gesund in Schaumburg“, wonach das Klinikum vor allem Zweibettzimmer vorhalten soll. Dies begrüße er ausdrücklich, zumal zum Anfang der Planung von Drei- und Vierbettzimmern die Rede gewesen sei. Andere Beiratsmitglieder stimmten zu.

Wichtig ist in Köllings Augen, dass sich das Klinikum einen guten Ruf erarbeitet, sobald es den medizinischen Betrieb aufgenommen hat. Friedhelm Springinsguth pflichtete ihm bei: „Ich wünsche diesem Klinikum alles Gute, damit der Landkreis in ein paar Jahren sagen kann: Es war richtig, dass wir das Klinikum gebaut haben.“ Er riet dazu, das Klinikum bewusst zu unterstützen, sobald es in Betrieb ist.

Alternativen zum Klinikum Vehlen gibt es für Einwohner der Samtgemeinde Rodenberg durchaus. Kölling wies darauf hin, dass sich in Gehrden und Hameln Krankenhäuser in ähnlicher Distanz befinden, dort gebe es aber auch Nachteile – in Hameln beispielsweise die beengte Parkplatzsituation. Doch Friedrich Hecht und Wilfried Engelhardt sagten rundheraus: Nach Vehlen würden sie nicht freiwillig fahren, eher nach Hannover.

Was es hinsichtlich des Vehlener Hauses mit dem Vermerk „eigene Küche“ auf sich hat, wurde ebenfalls diskutiert. Kölling ging von einer klassischen Essenszubereitung aus. Doch Herbert Söffker bezweifelte dies. Nach seiner Kenntnis soll dort nur Tiefkühlware angeliefert werden, die dann aufgewärmt wird. Dazu will Kölling noch einmal nachhaken. Außerdem will er sich um einen Termin kümmern, an dem der Seniorenbeirat das derzeit entstehende Klinikum besichtigen kann. gus

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