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Skepsis überwiegt in Rodenberg

Samtgemeinde-Fusion Skepsis überwiegt in Rodenberg

Überraschung und Skepsis überwiegen bei Rodenbergs Bürgermeistern angesichts der Fusionspläne im Norden Schaumburgs. Keiner der sechs Politiker wünscht sich den Anschluss an ein größeres kommunales Gebilde – allerdings wollen sie auch abwarten, was bei den Verhandlungen  herauskommt.

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Die drei Samtgemeindebürgermeister, Jörn Wedemeier (von links), Andreas Günther und Mike Schmidt, wollen eine große Kommune schmieden.

Quelle: rg

Samtgemeinde Rodenberg. „Die Samtgemeinde Rodenberg funktioniert in ihrer jetzigen Größe gut“, sagt Rodenbergs Bürgermeister, Ralf Sassmann. Ein kommunales Gebilde mit rund 50 000 Einwohnern – wenn sich Rodenberg den Samtgemeinden Nenndorf, Lindhorst und Sachsenhagen anschlösse – wäre recht unübersichtlich. Auch Apelerns Bürgermeister, Andreas Kölle, verweist auf die 140 Quadratkilometer große Fläche, die allein der Dreierverbund zu „beackern“ hätte.

Nie darüber gesprochen

Wilfried Mundt, Bürgermeister in Lauenau, ist ebenfalls skeptisch, ob ein reines Wachstumsbestreben entscheidend bei der Problemlösung ist. Allerdings sei in der Samtgemeinde Rodenberg bislang auch noch nie über eine kommunale Fusion gesprochen worden. „Wir hätten vielleicht zumindest einmal darüber reden sollen“, findet Mundt.

Für Jörg Hupe, Bürgermeister der Gemeinde Pohle, kam die Nachricht über die Nordschaumburg-Verhandlungen auch unerwartet. Daher könne er noch nicht sagen, was Pohle möglicherweise für Vorteile aus einem Anschluss an eine geplante Großgemeinde hätte. Er zweifelte jedoch an, dass es überhaupt zu dem Zusammenschluss kommt. Ähnlich äußerte sich auch Sassmann. Es gebe viele strukturelle Unterschiede. Beispielsweise stünden die Kitas in Lindhorst noch in Trägerschaft der Gemeinden, in Nenndorf und Rodenberg sei dies anders.

Fachliche Kooperationen

Hülsedes Bürgermeisterin, Marion Passuth, hält fachliche Kooperationen für sinnvoller als Kommunalfusionen. In einem großen Gebilde fühlten sich die Einwohner womöglich weniger wohl. So beurteilt auch Kölle die Sache. Beide sähen lieber eine engere Zusammenarbeit von Bauhöfen oder anderen Fachbereichen. Dann, so Kölle, könnten etwa teure Maschinen gemeinsam gekauft werden.

Passuth befürchtet zudem, dass Gemeinden wie Hülsede, die genau an der Kreisgrenze liegen, in einem Großverbund aus dem Fokus geraten. Frank Witte, Bürgermeister von Messenkamp, ist ebenfalls zurückhaltend. „Am Anfang gibt es mehr Zuweisungen für eine größere Kommune. Aber das verpufft mit den Jahren“, so Witte. Zudem würde das Persönliche verloren gehen, wenn zu viele Gemeinden unter einem Dach wären. gus

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