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Soziale Spannungen durch Flüchtlingskrise?

Seniorenbeirat diskutiert Soziale Spannungen durch Flüchtlingskrise?

Sorge um aufkommende soziale Spannungen als Resultat der Flüchtlingskrise sind im Seniorenbeirat der Samtgemeinde Rodenberg geäußert worden.

Samtgemeinde Rodenberg. Die umfangreiche finanzielle Hilfe für Asylbewerber steht nach Ansicht Wilfried Engelhardts in keinem Verhältnis zur Unterstützung älterer einheimischer Menschen.

Engelhardt sagte, dass seine Frau im vergangenen Jahr an der seltenen Krankheit ALS gestorben sei. Für die ALS-Forschung seien in mühevoller Arbeit 1,5 Millionen Euro gesammelt worden. Ein Instrument dazu war die in den sozialen Netzwerken verbreitete „Ice-Bucket-Challenge“. Für Flüchtlingshilfe seien aber drei Milliarden Euro an finanzieller Ausstattung gewährt worden – und zwar vergleichsweise schnell, wie Engelhardt meinte. „Klar muss geholfen werden, aber wir dürfen auch die Probleme im eigenen Land nicht vernachlässigen“, sagte er.

 Beiratsvorsitzender Wilhelm Gerland räumte ein: „Das ist sicherlich ein schwieriges Thema.“ Aber er entgegnete auch: „Stellt euch mal vor, was in den Kommunen los wäre, wenn es die drei Milliarden Euro nicht gäbe.“ Das Geld sei wichtig, gerade damit die Städte und Gemeinden ihren eigentlichen Aufgaben weiterhin nachkommen können.

 Auch der VW-Skandal werde einzelne Kommunen zusätzlich belasten. Es sei nicht leicht, das Problem der Flüchtlingsströme in den Griff zu bekommen. Umso mehr schätzte Gerland den Weg, dass die USA und Russland zusammen versuchen, den Krieg in Syrien zu stoppen, als richtig ein. Ob mit Assad oder ohne, wolle er nicht beurteilen.

 Engelhardt blieb dabei: In der Pflege werde an allen Stellen gespart. Auch in diesen Bereich sollten drei Milliarden Euro hineingesteckt werden. Marlis Piske attestierte, es handle sich um „ein heißes Thema“. Gerhard Schiffer fügte hinzu, dass es auf lokaler Ebene auch gar keine Handhabe gebe, den Gang der Dinge in der Flüchtlingsfrage zu ändern.

 Piske war darüber hinaus wichtig, dass die Stimmung im Land nicht kippt. „Es ist nicht alles negativ“, stimmte Gerland zu, der an den Zustrom von Gastarbeitern in den Zeiten des Wirtschaftswunders erinnerte.gus

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