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Sturmtief überschwemmt die Samtgemeinde

Feuerwehr beobachtet die Lage Sturmtief überschwemmt die Samtgemeinde

Sturmtief Burglind hat die Samtgemeinde Rodenberg vor allem mit seinen mitgeführten Wassermassen getroffen. Nicht nur in Apelern am Riesbach schwoll der Pegel in den Morgenstunden gewaltig an. Auch die Rodenberger Aue sowie kleinere Fließgewässer und Gräben waren betroffen.

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Im Bereich Domäne ist kein Zentimeter Luft unter dieser Brückenkante.

Quelle: PR.

SAMTGEMEINDE RODENBERG. Für die Feuerwehr in Rodenberg kam der Pegelanstieg nicht überraschend – seit Wochen haben die ehrenamtlichen Helfer die Messstände im Blick, weil der Fluss fortwährend enorm viel Wasser mit sich führte. Nach Angaben von Pressesprecher Daniel Reichenauer war der Pegel der Aue am Mittwochmorgen bis 7 Uhr innerhalb einer Stunde um fast einen halben Meter gestiegen.

 „Ursache war der kräftige Regen in den früheren Morgenstunden zwischen 4 und 5 Uhr“, so Reichenauer. Ortsbrandmeister Thomas Böhm kontrollierte in der Früh die Hochwasserschutzbauwerke rund um die Deisterstadt und nahm Pegelstände im Grenzbereich wahr.

Keine Entspannung

 Glücklicherweise fiel der Wasserstand der Aue ab 11 Uhr wieder. Die Lage hatte sich aber bis zum Abend noch nicht komplett entspannt, weil weiterer Regen jederzeit zur erneuten Verschärfung führen konnte. Hinzu kam die Gefahr möglicher Sturmeinflüsse – beispielsweise damit einhergehende Stauungen.

 Ähnlich war die Situation in Lauenau. Bis zum Nachmittag blieben Hochwassereinsätze auch dort aus. „Die Regenrückhaltebecken oberhalb der Baugebiete halten und haben noch Reserven. Die Einläufe in die Kanalisation sind frei und nehmen das Oberflächenwasser auf“, teilte Ortsbrandmeister Klaus-Werner Volker auf Anfrage mit.

Wehranlage geöffnet

 Im Binnenflecken sei die Wehranlage geöffnet worden, sodass der Druck die Drainagen im Ortskern entlastet wurde. Die Rodenberger Aue stand am Mittwoch so hoch, dass laut Volker noch etwa 30 Zentimeter bis zum Übertritt fehlten.

 Am Sportgelände waren die Fußball- und Tennisplätze da allerdings bereits überflutet. „Wenn der Regen zum Beginn des Donnerstags nachlässt, sollte es keine größeren Probleme geben“, schätzte Volker die Lage ein. gus

Land unter am Riesbach

APELERN. Zum vierten Mal binnen drei niederschlagsreichen Monaten ist ein Anlieger der Straße „Auf der Wiese“ vom Hochwasser führenden Riesbach betroffen. Am gestrigen Morgen drückten die Fluten ins Abwassersystem des Gebäudes zurück. „Wir können unsere Toiletten nicht mehr benutzen“, berichtete Eigentümer Horst Gödecke.
Seit Jahren klagt er geradezu gebetsmühlenartig über seine Situation. Das kleine Flüsschen unterquert die Hauptstraße und zwängt sich durch eine Engstelle. Wenn große Wassermassen anfallen, stauen sich diese an einer kleinen Fußgängerüberquerung. Treibgut besorgt ein Übriges, um die häufig braune oder gar gelbliche Brühe bis in die kleine Anliegerstraße schwappen zu lassen.
Auf der anderen Seite können die Anrainer der Fahrbahn „Am Riesbach“ nicht mehr ihre Grundstücke verlassen. Zeitweilig herrscht „Land unter“ im wahrsten Wortsinn. Wenn der Regen kurz und heftig fällt, ist der Spuk nach zwei oder drei Stunden schnell wieder vorbei.
Bürgermeister Andreas Kölle, den andere Anwohner herbeigerufen hatten, um sich die Situation anzuschauen, konnte nur mit den Schultern zucken. Der Landkreis habe den Bereich als vom Hochwasser gefährdet eingestuft. Der zuständige Aueverband habe vor Jahren die Uferbereiche auskoffern und vom Bewuchs befreien lassen. Mehr sei einfach nicht möglich – das Bachbett dürfe nicht angefasst werden. Gödeckes Forderungen, weit vor dem Dorf ein Rückhaltebecken anzulegen, lasse sich Kölles Angaben zufolge nicht realisieren: „Das wird das Problem nicht lösen.“
Inzwischen glaubt der ehemalige Ingenieur, dass ein höheres Profil der kleinen Brücke eine Lösung sein könnte: „Die muss ja vielleicht mal saniert werden.“ So würde es dann keinen Rückstaub mehr geben und das Wasser fließe schneller ab.
Gödecke ist seit rund 20 Jahren Nachbar des Riesbachs und hat das Gefühl, dass sich Hochwassersituationen häufen würden. Kölle dagegen weiß nach eigenen Angaben seit jeher von Überschwemmungen in diesem Nadelöhr. Früher allerdings habe es mehr unbebaute Wiesenflächen gegeben, auf denen sich das Wasser besser verteilen konnte. Heute stehen beiderseits des Bachs Gebäude.  nah

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