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Tennet soll Klartext sprechen

Samtgemeinde Rodenberg / "Südlink" Tennet soll Klartext sprechen

Das Thema „Südlink“-Trasse prägt derzeit die Rodenberger Kommunalpolitik wie kein anderes. Der Samtgemeinderat hat nun dafür votiert, die Bürger vom Unternehmen Tennet über die Pläne informieren zu lassen.

In sämtlichen politischen Lagern sorgte die Tatsache für Unmut, dass Tennet weder ausreichend Informationen an die Kommunen über das eigene Vorhaben weitergibt, noch in den Medien klipp und klar darlegt, wohin die Reise geht. Auch im Rat sitze niemand, der mehr wisse, als bisher in den Zeitungen gestanden habe, sagte Hans Dieter Brand (SPD).

 Da ein Antrag der Gruppe Grüne/Aktive Demokraten, wonach die Samtgemeinde auf eine Erdverkabelung der „Südlink“-Trasse drängen sollte, keine Aussicht auf eine Mehrheit hatte, beantragte Karsten Dohmeyer (Grüne) stattdessen, eine Bürgerversammlung zum Thema einzuberufen.

 Brand unterstützte diesen Antrag. Dohmeyer ergänzte, dass die Trasse durch das Schaumburger Land und damit durch die Samtgemeinde Rodenberg als die unwirtschaftlichste gilt, die in der Diskussion ist. Er bekräftigte, dass die Grünen keine neue oberirdische Leitung in der Samtgemeinde haben wollen. Stattdessen favorisieren die Grünen eine Erdverkabelung, um sich der Energiewende nicht gänzlich zu verweigern.

 Udo Meyer (CDU) forderte den Landkreis auf, mit den eigenen vorhandenen Ressourcen den Gemeinden zuzuarbeiten. Er kritisierte indirekt, dass in dieser Richtung bisher nicht viel geschehen sei. Wolfgang Kölling (SPD) hielt dagegen: Der Landkreis wisse auch nicht mehr als die Vertreter in den Kommunen. Dies untermauerte Börries von Hammerstein (CDU), der auf seine Ausführungen im Apelerner Bauausschuss zurückgriff.

 Die kritisierte Trasse führt durch das Gebiet der Stadt Rodenberg, dort allerdings durch den Algesdorfer Bereich, außerdem durch die Gemeinden Apelern, Pohle und Hülsede. Eine Resolution der sechs Bürgermeister aller Mitgliedsgemeinden gegen den „Südlink“ durch das Gebiet der Samtgemeinde war eigentlich zur Verabschiedung vorgesehen.

 Doch im Rat überwog die Einsicht, dass es besser sei, erst die Bürgerinformation abzuwarten. Dazu sollen Vertreter des Unternehmens Tennet eingeladen werden.

gus

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