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Überraschender Verlierer

Lauenau 2016 geschrumpft Überraschender Verlierer

Die aktuelle Bevölkerungsstatistik ist für die Samtgemeinde Rodenberg ein Grund zur Freude, haben doch fast alle Mitgliedsgemeinden zugelegt.

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Quelle: pr

Samtgemeinde Rodenberg. Eine Überraschung birgt das Zahlenmaterial aber: Ausgerechnet Lauenau, bislang stets ein Wachstumsmotor, hat im entsprechenden Zeitraum deutlich an Einwohnern verloren.
Die von der Samtgemeindeverwaltung übermittelten Zahlen zeigen die Bevölkerungsentwicklung zwischen dem 31. Dezember 2015 und dem 31. Dezember 2016 auf. Demnach ist die Zahl der Einwohner der Samtgemeinde Rodenberg um 108 geklettert. 15692 Menschen wohnen in den sechs Mitgliedsgemeinden.
Davon haben fünf einen Anstieg zu verzeichnen – auch die drei sogenannten kleinen Gemeinden. Um elf wuchs die Gemeinde Messenkamp an (Stand jetzt: 747). Jeweils neun Bürger sind in Pohle und Hülsede hinzugekommen. Pohle verzeichnet jetzt 861 Einwohner, Hülseder gibt es nun 1052.
Für südlichste Gemeinde ist die Entwicklung jetzt bereits zum festen Trend geworden. 2013 war noch befürchtet worden, dass aufgrund der sinkenden Einwohnerzahl der Gemeinderat verkleinert werden muss, weil die Grenze von 1000 nahezu erreicht war. Seither ging es aber wieder stetig aufwärts.

Auch mit Flüchtlingen zu begründen

Allerdings räumte Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla im Gespräch mit dieser Zeitung ein, dass der Anstieg dieser Kommunen im vergangenen Jahr auch mit der Zahl an zugewiesenen Flüchtlingen zu begründen ist. Denn in 2016 wurden auch die kleineren Gemeinden stärker als zuvor bei der Unterbringung von Asylbewerbern berücksichtigt.
Für Lauenau könnte es genau anders herum sein. Dem Flecken waren zu Beginn der Flüchtlingswelle deutlich mehr Migranten zugeteilt worden, von denen in 2016 möglicherweise viele weitergezogen sind oder wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehrten. Eine andere Erklärung, warum ausgerechnet Lauenau um 39 Einwohner schrumpfte, fällt Hudalla nicht ein. Es könne auch nicht an der Altenheim-Insolvenz in Feggendorf liegen, weil der Ortsteil sogar um zwei Bürger zulegte.

Apelern verzeichnet Zuwachs

Insgesamt hat die Gemeinde jetzt noch 4099 Einwohner. Apelern hat im zurückliegenden Jahr den zweitgrößten Zuwachs zu verzeichnen gehabt: Von 2473 stieg der Einwohnerstand um 42 auf 2515.
Spitzenreiter der Mitgliedskommunen beim Bevölgerungsanstieg ist die Stadt Rodenberg. Dort leben jetzt 6418 Menschen, das sind 76 mehr als am 31. Dezember 2015. Hudalla geht davon aus, dass sich unter anderem die letzte Bezugsphase des Baugebiets Leimkaute auswirkte. Das Lauenauer Baugebiet Deister II sei hingegen bereits vor Anbruch das Jahres 2016 restlos voll gewesen.
Angesichts der Tatsache, dass Rodenberg bereits das nächste Baugebiet am Steinriesen (80 Grundstücke) erschießen lässt, dürfte die Deisterstadt in Kürze die 6500-Einwohner-Marke angreifen. Doch auch in Lauenau muss niemand befürchten, der Flecken schrumpfe nun dauerhaft. Denn auch das Baugebiet Hoppenberg II (44 Grundstücke) sollte bald wieder neue Lauenauer generieren. gus

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